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Sonntag, 2. August 2015

Review: Die Verschwörung - Gnadenlose Jagd (Blu-ray)

Die Verschwörung - Gnadenlose Jagd




Bereits 2011 startete die Worricker Trilogie um den ehemaligen, aber immer noch sehr kompetenten MI5 Agenten Johnny Worricker. In seinem ersten Abenteuer „Die Verschwörung - Verrat auf höchster Ebene“ hatte ich zugleich Feuer gefangen, bin aber damals davon ausgegangen, dass keine Fortsetzung folgen würde. Als dann das Sequel „Die Verschwörung - Tödliche Geschäfte“ angekündigt wurde, habe ich auch herausgefunden, dass es sich dabei um eine Trilogie handeln würde und war zugleich begeistert, denn die Handlung orientiert sich weniger an Action-lastigen Agentenfilmen der Marke James Bond sondern eher subtil wirkenden Filmen wie „Bube, Dame, König, Spion“. 

Story:
Ex-MI5-Analytiker Johnny Worricker ist zurück! Und er droht zum Opfer eben jener Verschwörung um den britischen Premierminister zu werden, die er im ersten Teil der Trilogie aufdecken durfte. Gejagt von seinen ehemaligen Kollegen, ist Worricker mit seiner Ex-Freundin Margot auf der Flucht quer durch Europa, wo er in Deutschland auch ins Visier hiesiger Nachrichtendienste gerät. Um seinen Verfolgern zu entkommen, muss Worricker sich auf ein gefährliches Spiel einlassen. Ausgang ungewiss...

Autor und Regisseur David Hare legt da mehr Wert auf Dialoge, was nicht verkehrt ist. Im Gegensatz zu den vorherigen Werken mangelt es bei "Die Verschwörung - Gnadenlose Jagd" ein klein wenig an Innovationen, da die Motive und Elemente bis auf die Settings und nur wenigen neuen Figuren bereits aus den beiden vorherigen Teilen bekannt sind. Dazu gesellen sich auch 2, 3 eher langweilige Momente, die dem Film ein wenig an Erzählgeschwindigkeit kosten, so dass das Finale der Trilogie das hohe Niveau der beiden vorherigen Teile nicht ganz halten kann, aber immer noch gutklassige Unterhaltung und auch eine gute Spannung bietet.

Mit Bill Nighy („Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1“, „Hot Fuzz - Zwei abgewichste Profis“, „Pirates of the Caribbean - Fluch der Karibik 2“), Ralph Fiennes (“Der englische Patient“, „Der ewige Gärtner“), Helena Bonham Carter („Harry Potter“ Filmreihe, “Fight Club”), Ewen Bremner („Snowpiercer“, “Pearl Habor”) und Rupert Graves (“Sherlock” Serie) sind die bekannten Gesichter von „Die Verschwörung - Tödliche Geschäfte“ erneut mit von der Partie. Nachdem allerdings Rachel Weisz und Winona Ryder mittlerweile nicht mehr zum Cast gehören, wurden mit Felicity Jones (“The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro”) und Olivia Williams (“Seventh Son”) zwei neue Darstellerinen zur Besetzung hin zu geholt, die den Cast sehr gut erweitern. 

Bild

Beim Bild wird eine im Großen und Ganzen gute Qualität im HDTV Niveau geboten. Die Schärfe liefert dabei gute bis sehr gute Werte, wobei der Detailgrad insgesamt recht hoch ausgefallen ist. Stellenweise fallen in Randbereichen leichte Unschärfen auf. Der Kontrast ist recht ausgewogen und gut eingestellt, wobei die Farben zwar natürlich und kräftig, aber insgesamt eher kühl ausgefallen sind. Der Schwarzwert bietet ebenso kaum Grund zur Klage, könnte indes in ein paar Momenten noch etwas satter sein. Kompressionsspuren sind nicht aufgefallen. 


Ton

Der Ton liegt bei dieser Veröffentlichung über Koch Media in Deutsch und Englisch verlustfrei komprimiert in DTS HD Master Audio 5.1 vor, während die Import Fassung lediglich in verlustfreiem Stereo-Klang angeboten wird. Die Abmischung ist, wie bei einer TV Produktion nicht ungewöhnlich, allerdings eher doch frontlastig ausgefallen. Immerhin gibt es in einzelnen Szenen doch einige räumliche Effekte aus den hinteren Lautsprechern, wobei sich der Score hingegen sämtliche Kanäle anspricht. Der Subwoofer bietet hin und wieder einige angenehme aber dezente Bässe. Die Dynamik bietet einen guten Umfang. Die Balance ist ausgewogen und die Dialoge deswegen jederzeit klar verständlich.



Bonusmaterial:

·         Making of



Beim ersten Teil gab es noch insgesamt 3 Featurettes zu unterschiedlichen Themen. Bei dieser Veröffentlichung ist es aber leider nur ein Making of, wie auch schon bei „Die Verschwörung - Tödliche Geschäfte“. Das ist aber immerhin dennoch sehr interessant ausgefallen und bietet in ca. einer viertel Stunde doch interessante Informationen wie etwa bei den Dreharbeiten in Deutschland, wo auch die deutsche Bahn nicht unerwähnt bleiben sollte. Der Beitrag liegt leider nur in SD vor. Ein Wendecover ist vorhanden. 


Fazit:

Der letzte Teil „Die Verschwörung – Gnadenlose Jagd“ der TV Krimi Trilogie kann zwar das hohe Niveau der beiden Vorgänger nicht ganz halten, bietet aber dennoch viel Spannung und Kurzweile sowie durchweg gute Unterhaltung. Da das Ende jedoch recht offen bleibt, können Fans der Reihe eventuell doch noch auf eine Fortsetzung hoffen. 

Trailer:


Wertung:

Story: 2+

Bild: 1-2

Ton: 2

Ausstattung: 2-3

Gesamt: 2-

© Copyright Bildmaterial, Storytext und Filmtrailer Koch Media

Testgeräte

TV: Samsung UE55F6500

Player: Sony BDP-S790

AV-Receiver: Denon AVR-1312
Lautsprecher: Front: Dali Zensor 5 & Dali Vocal / Rear: Dali Zensor 1

Samstag, 11. April 2015

Review: The Drop - Bargeld (Blu-ray)



The Drop – Bargeld

Story:
Im Zentrum der Story steht der einsame Barkeeper Bob Saginowski (Tom Hardy). Er arbeitet in einer Brooklyner Kneipe, die von seinem Cousin Marv (James Gandolfini) geführt wird und die von lokalen Gangstern als "money drop", eine Art Gelddepot, benutzt wird. Dort geht eines Tages ein Raubzug schief und Bob steht plötzlich im Fokus von Ermittlungen, die weit in die Vergangenheit des Viertels zurückreichen, wo Freunde, Familie und Feinde seit jeher zusammenarbeiten, um ein Auskommen zu haben - und dafür bereit sind, fast jeden Preis zu zahlen.  

“The Drop – Bargeld” ist einer dieser Filme, die unauffällig erscheinen, die man zunächst gar nicht auf dem Schirm hat und mit denen man bei dem Titel auch nicht viel anfangen kann. Dann erfährt man einige Dinge mehr und der Film beginnt von Mal zu Mal interessanter zu werden. Dann wollen wir mal damit beginnen, den Film zum Must see werden zu lassen.

Zunächst: Es handelt sich bei diesem Film um ein Krimi Drama; nur als Nebeninfo: Regie führte der belgischen Regisseur Michaël R. Roskam. In den Hauptrollen sind Tom Hardy („The Dark Knight rises“), Noomi Rapace („Sherlock Holmes – Spiel der Schatten“), James Gandolfini („Die Sopranos“; hier in seiner letzten Rolle), Matthias Schoenaerts und John Ortiz zu sehen. Die wichtigste Information ist aber: Das Drehbuch zu diesem Film wurde von Dennis Lehane verfasst, der seine eigene Kurzgeschichte Animal Rescue als Vorlage nahm. Ok, so weit so unspektakulär, aber hellhörig wird man spätestens bei der Info, dass selbiger Lehane die Romanvorlagen zu den Filmen „Mystic River“ (2003), „Gone Baby Gone“ (2007) und „Shutter Island“ (2010) verfasste. 


Wow, 3 Hammerfilme, da kann „The Drop – Bargeld“ eigentlich nur ein Volltreffer sein. Nun ja, die volle Punktzahl erhält er nicht gerade, wobei nicht viel dazu gefehlt hätte. Erfreulicherweise gibt es auch wie bei den 3 weiteren Verfilmungen jede Menge überraschende Wendungen, einen enormen Spannungsaufbau und unabhängig davon wirklich herausragende Schauspieler, die ihr Bestes geben, um ihre Figuren glaubwürdig erscheinen zu lassen. Die Charakterzeichnung jeder wichtigen Figur ist dabei sehr gut gelungen, so dass man unweigerlich eine Bindung zu diesen herstellt. Nun ja, Tom Hardy erscheint da mit seiner kräftigen Figur doch zunächst ein wenig deplatziert für seine Rolle, was sich aber bald relativiert und durch den Charme wieder wettgemacht wird. Der Film funktioniert dabei auf mehreren Ebenen. Denn sowohl der Krimi Plot als auch der dramatische Anteil, was die Geschichten der einzelnen Figuren betrifft funktioniert und bietet parallel sehr gute Unterhaltung und dadurch auch viel Abwechslung. Dabei erscheint auch die leichte Romanze am Rande keineswegs aufdringlich oder konstruiert, sondern fügt sich stimmig in die Handlung mit ein, wenn sie nicht sogar ein wesentlicher Bestandteil des Filmes ist. Wer dabei die Befürchtung hat, dass es an Action mangelt, braucht keine Sorge haben, denn die gibt es auch zur Genüge, ohne dass diese aufgesetzt oder unpassend erscheinen würde, sondern unterstreicht stattdessen die rohe, bedrückende und authentische Stimmung im Vorort Bostons.

Bild
Gedreht wurde mit verschiedenen Arri Alexa Modellen. Bis auf minimale Ausnahmen, die mitunter dem ein oder anderen vielleicht sogar gar nicht auffallen werden, ist das Bild (2,40:1) wirklich hervorragend ausgefallen. Obwohl der Film doch mitunter recht dunkel ausgefallen ist, macht sich so gut wie kein Detailverlust bemerkbar, wobei auch keine Durchzeichnungsprobleme zu erkennen sind. Die Farben sind kühl gehalten, erscheinen aber dennoch natürlich bei guter Sättigung und ausgewogenem Kontrast. Der Schwarzwert bietet ebenfalls keinerlei Grund zur Beanstandung. Die Schärfe ist, wie schon angedeutet wirklich sehr gut ausgefallen, so dass trotz nicht konsequent optimaler Ausleuchtung doch sehr viele Feinheiten akkurat wiedergegeben werden. Darüber hinaus sind auch keinerlei weiteren Beeinträchtigungen wie Banding, Clipping oder auch Kompressionsspuren zu erkennen gewesen.

Ton
Auch wenn der Ton in Deutsch lediglich in DTS 5.1 im Gegensatz zum englischen Original (in DTS HD MA 5.1) vorliegt, ist dieser alles andere als schlecht. Erfreulicherweise ist die Abmischung nicht forntlastig ausgefallen, sondern bietet in vielen Momenten durch zahlreiche direktionale und diffuse Klangeffekte eine schöne akustische Räumlichkeit, die sämtliche Kanäle weit aufgelöst mit einbezieht. Zwar gibt es auch einige ruhiger Momente, in der nur die Front angespielt wird, aber das stört nicht wirklich zumal auch der Score sämtliche Lautsprecher belegt. Die Bässe sind angenehm, unaufdringlich und zur Szenerie passend. Die Dynamik ist ebenfalls wirklich gut, erweist sich im Original aber noch ein wenig umfangreicher und ausgewogener. Die Balance ist aber auch beim deutschen Mix gut und lässt die Dialoge stets sehr gut verstehen.

Ausstattung:

  • Audiokommentar von Michaël R. Roskam und Dennis Lehane
  • Featurettes: (HD; 19:11 min.)
    • Von der Kurzgeschichte zum Kinofilm
    • Hinter den Kulissen des Films
    • Schauplatz Brooklyn
    • Die Hunde im Film
    • James Gandolfini spielt "Marv"
  • Deleted Scenes: (HD; 6:22 min.)
    • Millie und Bob unterhalten sich in der Bar
    • Bob hängt den Weihnachtsbaumschmuck ab
    • Bob spricht mit dem Pfarrer
    • Bob schimpft mit Rocco
  • Kinotrailer (HD; 2:23 min.)
  • Bildergalerie

Neben einem Audiokommentar von Regisseur Michaël R. Roskam und Autor Dennis Lehane gibt es darüber hinaus noch insgesamt 5 Featurettes, die aufschlussrieche Informationen zu diesem Film bieten. Dazu gibt es insgesamt noch 4 entfernte Szenen, eine Bildergalerie sowie den Original Kinotrailer zum Film, die das Angebot gut abrunden. Sämtliche Beiträge liegen dabei komplett in HD und deutsch untertitelt vor.

Fazit:
Leider war der Film in den Kinos bei einem Budget von 12,6 Millionen US-Dollar und einem Einspielergebnis von 18,7 Millionen US Dollar kein sonderlich großer Erfolg. Wollen wir nur hoffen, dass der Film den Heimkinomarkt erobert, denn er hat es gewiss verdient. Regisseur Michaël R. Roskam hat in seinem Hollywood Debut „The Drop – Bargeld“ fast alles richtig gemacht und ein kurzweiliges, spannendes und auch emotionales Krimidrama abgeliefert, das zwar kein absolutes Highlight darstellt, aber dennoch einen Blick mehr als nur wert ist.

Wertung:
Story: 2+
Bild: 1-2
Ton: 2+
Ausstattung: 3-4
Gesamt: 2-

 © Copyright Bildmaterial, Storytext und Cover 20th Century Fox

Testgeräte
TV: Samsung UE55F6500
Player: Sony BDP-S790
AV-Receiver: Denon AVR-1312
Lautsprecher: Front: Dali Zensor 5 & Dali Vocal / Rear: Dali Zensor 1