Mittwoch, 18. Februar 2015

Review: Der Richter - Recht oder Ehre (Blu-ray)

Der Richter - Recht oder Ehre


Bereits für die John Grisham Verfilmung „Gingerbread Man“ fanden sich die beiden Schauspieler Robert Downey Jr. („Iron Man“, „Avengers“, „Sherlock Holmes“) und Robert Duvall („Jack Reacher“, “Der Pate” “Apocalypse now”) zusammen und nun kreuzen sich bei “Der Richter – Recht oder Ehre” erneut ihre Wege. Da kann man gleich von ausgehen, dass es sich hierbei weniger um einen Blockbuster Actionfilm sondern eher um einen ernsteren Film handelt. Mit Blick auf den Titel wird auch schnell klar, dass der neuste Film von Regisseur, Co-Autor und Co-Produzent David Dobkin sich im Genre Justiz Drama am wohlsten fühlt. 

Die Story:
Der smarte Hank Palmer hat seinem kleinen Geburtsort schon vor Jahren den Rücken gekehrt und arbeitet seither als erfolgreicher Anwalt in der Großstadt. Nicht nur räumlich hat er sich weiterbewegt, auch zu seiner Familie hat Hank den Kontakt längst abgebrochen. Als er vom Tod seiner Mutter erfährt, kehrt er das erste Mal nach langer Zeit nach Hause zurück, wenn auch nur sehr widerwillig. Nach seiner Ankunft wird der Großstädter auch gleich mit weiteren familiären Problemen konfrontiert: Sein Vater Joseph, der vor seinem Ruhestand als Richter des Städtchens fungierte, ist an Alzheimer erkrankt und wird des Mordes angeklagt. Um diesen Anschuldigungen zu begegnen, übernimmt Hank die Verteidigung seines Vaters vor Gericht. Durch die Krankheit wird der Beweis der Unschuld jedoch erheblich erschwert und Hank findet in seinen persönlichen Ermittlungen mehr über die Familie heraus als ihm lieb ist...

Aus diesem Genre wird auch so richtig aus den Vollen geschöpft, denn in „Der Richter - Recht oder Ehre“ geht es alles andere als heiter zu. Nicht nur, dass die Vater-Sohn Beziehung von Hank Palmer zu seinem Vater Joseph mitreißend emotional ausfällt, so gibt es noch weitere Elemente, die den Film kontrastreich erscheinen lassen. Sei es die sich langsam auflösende Beziehung von Hank zu seiner Ehefrau, eine neue Liebe im Leben, eine bevorstehende schwierige Gerichtsverhandlung. Da steht einiges bevor. Da ist es wichtig, dass die schauspielerische Leistung passt, um diese Geschichte adäquat und glaubwürdig umzusetzen. Und die Leistung passt! Dobkin hat Glück, denn mit Robert Downey Jr., Robert Duvall sowie Vincent D’Onofrino („The Cell“), Vera Farmiga (Conjuring – Die Heimsuchung, Up in the Air) und Billy Bob Thornton (“Astronaut Farmer“) hat er einen herausragenden Cast an seiner Seite. Da lohnt es sich auch, dass die Charakterzeichnung schön ausführlich ausgefallen ist, aber niemals Langeweile aufkommen lässt. Gerade Robert Duvall ist in der Rolle des Alzheimer kranken Vaters, einfach nur fantastisch. Zurecht wurde er für seine Leistung als bester Nebendarsteller für den Oscar nominiert worden. Da entsteht alleine schon aufgrund der bevorstehenden Gerichtsverhandlung eine ungeheure Spannung, wie es denn wohl weiter gehen mag. Das ist allerdings nicht einmal der komplett vereinnahmende Kern des Films, da viel drum herum passiert. Der zunächst als Kriminalfilm ausgelegte Plot wandert dabei immer mehr in den Hintergrund und macht den charismatischen Charakteren sowie einem emotionalen Beziehungsdrama passt, dass dem Zuschauer ausgezeichnete Unterhaltung bietet. Sicherlich wird sich von dieser mehrschichtigen Story nicht jeder gut unterhalten fühlen, denn sie verlangt schon volle Aufmerksamkeit. Bekommt sie diese aber geschenkt, darf sich der Zuschauer über herausragend gespieltes Kino freuen, dass zusätzlich mit intelligenten, vom Timing gut gesetzten Dialoge erfreuen darf.

Bild:
So muss das Bild bei einer aktuellen Produktion ausschauen, denn es gibt kaum etwas in diesem Fall zu beanstanden. Im Grunde genommen liegen die wenigen Beeinträchtigungen auch weniger am Transfer selbst, sondern haben eher einen technischen Ursprung, wie etwa vereinzelt weichere Abschnitte oder leichter Detailverlust in dunkleren Szenen. Aufgenommen auf 35mm Zelluloid machen sich sehr gute Schärfewerte mit einem hohen Detailgrad erkennbar. Wie bereits gesagt sind zwar auch mal nicht so scharfe Sequenzen zu erkennen, was aber kaum störend auffällt. Das Filmkorn wird fein, natürlich und ausgewogen wiedergegeben und erscheint nur selten etwas stärker, aber nie störend. Die Farben erscheinen durchweg natürlich bei guter Sättigung. Vereinzelt werden leichte Farbfilter als Stilmittel eingesetzt, um die entsprechende Stimmung der jeweiligen Szene zu unterstützen. Der Kontrast ist ausgewogen und gut eingestellt. Kompressionsspuren sind ebenfalls nicht aufgefallen.

Ton:
Der Ton liegt in Deutsch in Dolby Digital 5.1 vor, während das englische Original in DTS HD Master Audio 5.1 auf die Scheibe gepackt wurde. Bis auf wenig mehr natürlicher Klang beim Original sind aber keine nennenswerten Unterschiede zwischen beiden Varianten zu erkennen, denn insgesamt ist die Abmischung sehr frontlastig ausgefallen. Immerhin gibt es dennoch einige direktional gut aufgelöste Hintergrundgeräusche zumal auch der durchweg über sämtliche Kanäle verteilte stimmungsvolle Score für etwas Räumlichkeit sorgt. Der Subwoofer verhält sich ebenfalls eher unauffällig, was aber keinen Kritikpunkt darstellt, da man auch nichts vermisst. Dafür ist die Dynamik recht umfangreich und die Balance, wie nicht anders zu erwarten, sehr ausgewogen, so dass auch sämtliche Klangelemente wie die Dialoge, der Score sowie die Hintergrundgeräusche stets klar verständlich sind.

Ausstattung:

• Audiokommentar von David Dobkin
• Hinter den Kulissen (HD; 22:16 Min.)
• Tiefgehende Einsichten mit Dax Shepard (HD; 9:91 Min.)
• Nicht verwendete Szenen (HD; 18:28 Min. / optional mit Audiokommentar von David Dobkin)

Das Bonusmaterial ist zwar übersichtlich ausgefallen, aber nicht minder informativ und interessant. Neben einem Audiokommentar mit Regisseur David Dobkin, der leider nicht Deutsch untertitelt wurde gibt es noch knapp 20 nicht verwendete Szenen, die man ebenfalls optional mit Audiokommentar von David Dobkin anschauen kann. Darüber hinaus findet sich auch ein ausführlicher Hinter den Kulissen Bericht, in dem David Dobkin, Produzentin Susan Downey, Robert Downey Jr., Robert Duvall, Vera Farmiga, Vincent D'Onofrio und Jeremy Strong auf die Dreharbeiten näher eingehen und auch entsprechende Ausschnitte gezeigt werden. Zu guter Letzt wurde mit Tiefgehende Einsichten mit Dax Shepard ein Interview mit Robert Downey Jr., Vincent D'Onofrio und Billy Bob Thorton mit auf die Disc gepackt, dass noch einmal ergänzende Informationen zum Film liefert. Ein Wendecover ist ebenfalls vorhanden.

Fazit:
„Der Richter - Recht oder Ehre“ ist ein sehr empfehlenswertes Justiz Drama, das nicht nur mit einem prominenten und hervorragend agierenden Cast, sondern darüber hinaus mit einer intelligenten und vielschichtigen Geschichte von sich zu überzeugen weiß. Die Blu-ray bietet in Punkto Bild und Ton weitere Gründe, weswegen man sich diesen Titel im Heimkino anschauen sollte.

Wertung:
Story: 1-2
Bild: 1-2
Ton: 2
Ausstattung: 3-
Gesamt 2

© Bildmaterial & Story Zusammenfassung Warner Bros

Testgeräte
TV: Samsung UE55F6500
Player: Sony BDP-S790
AV-Receiver: Denon AVR-1312
Lautsprecher: Front: Dali Zensor 5 & Dali Vocal / Rear: Dali Zensor 1

Dienstag, 17. Februar 2015

Review: Gone Girl - Das perfekte Opfer (Blu-ray)

Gone Girl - Das perfekte Opfer

David Fincher ist ein Regisseur, dessen Filme immer etwas Besonderes haben. Zum einen sind sie nicht sonderlich einfach nach dem Motto „Hirn aus Film ab“, allerdings zum anderen dennoch immer erfolgreich. Beispiele dafür sind seine Filme wie „Fight Club“, „Sieben“, „Zodiac“, „A Social Network“ oder das Millennium Remake „Verblendung“. Bei „Gone Girl“ ist es im erneut gelungen die Massen zu begeistern und dabei sowohl Kritiker als auch das Publikum zufrieden zu stellen. Alleine 1,2 Millionen Zuschauer in Deutschland, ein weltweites Einspielergebnis von über 367 Millionen US-Dollar bei einem Budget von 61 Millionen US-Dollar sprechen da Bände. Dazu hohe Bewertungen bei den einschlägigen Film Rating Portalen im Internet. Fincher hat da wohl wieder einmal sich selbst übertroffen. 

Story:
Regisseur David Fincher zeichnet in seinem Thriller GONE GIRL - basierend auf dem weltweiten Bestseller von Gillian Flynn - das Psychogramm einer Ehe auf. Wie gut kennt man den Menschen, den man liebt, wirklich? Diese Frage stellt sich Nick Dunne (Ben Affleck) an seinem fünften Hochzeitstag, dem Tag, an dem seine schöne Frau Amy (Rosamund Pike) spurlos verschwindet. Unter dem Druck der Polizei und des wachsenden Medienspektakels, bröckelt Nicks Darstellung einer glücklichen Ehe. Durch seine Lügen, Täuschungen und sein merkwürdiges Verhalten stellt sich jeder bald dieselbe unheimliche Frage: Hat Nick Dunne seine Frau ermordet?
Tatsächlich ist seine Romanverfilmung von Gillian Flynns Buchvorlage wie zu erwarten herausragend ausgefallen. Es gibt wohl keinen Film von diesem Regisseur, der nicht zu empfehlen ist.

Auch bei „Gone Girl - Das perfekte Opfer“ hat er wieder (fast) alles richtig gemacht. Alleine die Charakterzeichnung der einzelnen Figuren ist in der Hinsicht sehr umfangreich, aber dennoch interessant ausgefallen. Das wird durch die tolle schauspielerische Leistung gerade von Rosamunde Pike zusätzlich unterstützt. Ihre Darstellung als Amy Dunne ist wirklich phänomenal und Oscar-würdig. Da fällt es Ben Affleck („Daredevil“, „Argo“) dagegen schwer, da noch mitzuhalten, auch wenn seine darstellerische Leistung ebenfalls sehr gut ist.

Doch grundsätzlich ist die emotionale Ebene, die ganzen Psychospielchen, welche dem Film eine dichte, fast schon bedrückende Atmosphäre verleihen, phänomenal umgesetzt worden. Dem ein oder anderen geht das dann vielleicht doch etwas zu weit und auch das Finale polarisiert vielleicht, aber das mindert den Unterhaltungswert keineswegs.

Die Spannung ist wirklich sehr hoch, wobei der Spannungsaufbau ebenfalls sehr ausgewogen erfolgt. Fincher überrascht den Zuschauer dabei mit einigen unvorhersehbaren Wendungen, die nicht nur die Erwartungen des Publikums durchkreuzen, sondern dadurch auch durch Originalität glänzen dürfen. Da geht es letztendlich nicht nur darum, wer ist nun der Täter, sondern auch wer ist das Opfer und welche Beweggründe die Tat herbeiführen. Ein stupider 08/15 Plot schaut definitiv anders aus. Und dabei ist „Gone Girl“ mehr als nur ein Krimi Thriller, bei dem es um Katz und Maus geht, sondern auch um eine Charakterstudie einer Ehe und in welche Richtungen sich diese entwickelt. Wieder einmal großes Kino von David Fincher, der für gute Unterhaltung sorgt. 

Das Bild:
Das Bild dieser aktuellen Produktion ist bis auf minimale Ausnahmen wirklich hervorragend ausgefallen. Das Bild erreicht fast durchweg Referenzwerte. Wären da nicht vereinzelte Ausnahmen in denen Details leicht verloren gehen, würde der Höchstnote nichts im Wege stehen. Abgesehen davon eignet sich dieser Film hervorragend zu Vorführungszwecke, welche Vorzüge das Full-HD Medium bietet. Die Farben sind zwar Stilmittelbedingt recht trist ausgefallen, was aber eine stimmungsvolle Atmosphäre erzeugt. Dennoch sind die Farben im Rahmen dessen recht natürlich ausgefallen. Der Kontrast erweist sich dabei als sehr ausgewogen. Dadurch ist auch häufig eine sehr gute Plastizität erkennbar. Der Schwarzwert bietet ebenfalls keinen Grund zur Beanstandung. Darüber hinaus sind auch keinerlei Kompressionsspuren erkennbar gewesen.

Der Ton:
Der deutsche Ton liegt in DTS 5.1 vor, während dem englischen Original sogar eine verlustfrei komprimierte DTS HD Master Audio 7.1 Spur spendiert wurde. Wer nun denkt, dass dies genrebedingt keinen Unterschied machen würde irrt, denn tatsächlich werden die Surroundkanäle doch recht häufig in Anspruch genommen. Dennoch hinterlässt auch die Abmischung der Synchronisation einen wirklich guten Eindruck. Die Balance ist dabei zwar recht ausgewogen, lässt aber nichtsdestotrotz erkennen, dass die Dialoge betont wurden. Der Subwoofer wird hingegen bevorzugt beim Score von Trent Reznor und Atticus Ross beansprucht, so dass dieser in den entsprechenden Szenen einige kräftige Bässe aus seiner Membran zaubern darf.
 
Tonspuren: Deutsch DTS 5.1, Englisch DTS HD Master Audio 7.1, Französisch DTS 5.1 

Ausstattung:
Das Bonusmaterial ist leider das Manko dieser Veröffentlichung, denn abgesehen von einem Audiokommentar ist ansonsten kein weiteres Film bezogenes Feature enthalten. Schade, denn gerade einige Interviews, ein Making of oder gar entfernte oder erweitere Szenen wären sicherlich interessant gewesen.

Fazit:
Wer mal wieder einen schön spannenden und intelligenten Krimi Thriller sehen möchte, sollte zwingend „Gone Girl“ auf seinem Zettel stehen haben. Regisseur David Fincher beweist aber mal, dass er in diesem Genre die Speerspitze anführt und von seinem Vorbild Hitchcock nicht mehr allzu weit entfernt ist. Genrefans können blind zugreifen.

Wertung:
Story: 1-2
Bild: 1-
Ton. 2+

Ausstattung: 5
Gesamt 2- 


  © Bildmaterial, Trailer & Story Zusammenfassung 20th Century Fox

Testgeräte

TV: Samsung UE55F6500
Player: Sony BDP-S790
AV-Receiver: Denon AVR-1312
Lautsprecher: Front: Dali Zensor 5 & Dali Vocal / Rear: Dali Zensor 1

Special: „Northmen – A Viking Saga“ - Epische Abenteuerfilme

Nicht erst seit die Serie "Vikings" erfolgreich im History Channel und hierzulande auf Pro7Maxx lief, sind Wikinger ein heißes Thema in den Heimkinos. Dabei müssen es nicht nur Nordmänner sein, die in epischen Abenteuerfilmen ihr Unwesen treiben, wie dieses Special hier zeigen soll:


GLADIATOR (2000): Ridley Scotts imposantes und fünffach Oscar® prämiertes Monumental-Epos wartet mit fulminanten Schlachten, einem hochkarätigen Cast und einer glorreichen Geschichte rund um den Feldherren Maximus Decimus Meridius (Russell Crowe) im alten Rom auf. Der römische Kaiser Marcus Aurelius bittet Maximus seine Nachfolge anzutreten. Doch als der Kaiser unterwartet stirbt, ergreift dessen Sohn Commodus (Joaquin Phoenix) die Macht und lässt Maximus, sowie dessen Familie zum Tode verurteilen. Während Maximus seiner Hinrichtung entfliehen kann, kommt für seine Frau und seinen Sohn jede Hilfe zu spät. Als der einstige Feldherr von den Schergen des Kaisers doch noch gefasst und auf dem Sklavenmarkt verkauft wird, lässt sich Maximus zum Gladiator ausbilden, um sich eines Tages an seinem Erzfeind Commodus zu rächen.



KÖNIGREICH DER HIMMEL (2005): War es in „Gladiator“ noch das Römische Reich, verführt uns Ridley Scott in diesem epischen Kriegsfilm in die mittelalterliche Welt der Kreuzzüge und edlen Ritter. Im 12. Jahrhundert herrscht ein Glaubenskrieg um die heilige Stadt Jerusalem. Zu dieser Zeit ist Balian (Orlando Bloom) nur ein einfacher Schmied, bis Godfrey (Liam Neeson), ein angesehener Kreuzritter, ihm eröffnet, dass er sein Vater ist. Balian begibt sich – zu nächst widerwillig – mit seinem Vater und dessen Vertrauten auf die gefährliche Reise in das Heilige Land, um dort die christliche Vorherrschaft gegenüber den Truppen Saladins zu verteidigen. Als Godfrey unerwartet stirbt, wird Balian die Ritterwürde übertragen. Schon bald findet sich der junge Kreuzritter in einem Gewirr aus Intrigen und der großen Schlacht um Jerusalem wieder.



APOCALYPTO (2006): In atemberaubenden Bildern und mit brachialer Gewalt, schildert Regisseur Mel Gibson die letzten Tage eines Maya-Stammes kurz vor dessen Untergang. Im 15. Jahrhundert wird ein friedliches Maya-Dorf von Wilderer überfallen, wobei Frauen und Männer in eine Bergstadt verschleppt und Gott geopfert werden. Dem jungen Pranke de Jaguars (Rudy Youngblood) gelingt es, seine Familie noch rechtzeitig in einem Erdloch in Sicherheit zu bringen, bevor er selbst in die Fänge der kriegerischen Holcane gerät. Indem Pranke de Jaguars den Sohn des Holcane-Leitwolfs tötet, gelingt ihm die riskante Flucht, auf welcher er jedoch von einer Gruppe Kriegern verfolgt wird. Währenddessen beginnt für seine Familie ein brutaler Wettkampf gegen die Zeit.



BRAVEHEART (1995): Schottlands schroffe und wilde Landschaften, grausame Folterungen, perfide Machenschaften und schöne Prinzessinnen bilden die Grundlage für Mel Gibsons fünffach Oscar®-ausgezeichnetes Schlachtenepos rund um den freiheitsliebenden William Wallace (Mel Gibson). Nach jahrelangen Reisen kehrt der Adelige zurück ins mittelalterliche Schottland des 13. Jahrhunderts, das unter dem brutalen Regiment des englischen Königs Edward I. (Patrick McGoohan)  leidet. Als englische Truppen Wallaces Frau töten, schwört dieser Rache. Seine Leidenschaft und sein Mut bewegen Wallances Landesgenossen sich ihm anzuschließen, um die Engländer zu besiegen und die Freiheit und Unabhängigkeit Schottlands zu erkämpfen. 




NORTHMEN – A VIKING SAGA (2013): Atemberaubende Optik und knallharte Action erwartet einem auch in „Northmen – A Viking Saga“ von Claudio Fäh. In dem bildgewaltigen Epos muss eine Gruppe unerschrockener Wikinger nicht nur in einer äußerst menschenfeindlichen Landschaft, sondern vor allem gegen ihre gnadenlosen Gegner bestehen. 873 nach Christus vom eigenen König verbannt, nimmt eine Horde furchtloser Wikinger Kurs auf Britannien. Ihr Ziel: Das Kloster Lindisfarne mit seinen Goldschätzen, die sie unter ihrem draufgängerischen Anführer Asbjörn (Tom Hopper) plündern wollen, um sich vom auferlegten Bann freizukaufen.



NORTHMEN – A VIKING SAGA erscheint am 3. März 2015 auf DVD, Blu-ray, Blu-ray Steelbook und als VoD.





Über den Film:
873 nach Christus: Vom eigenen König verbannt, nimmt eine Horde furchtloser Wikinger Kurs auf Britannien. Ihr Ziel: das Kloster Lindisfarne mit seinen Goldschätzen, die sie unter ihrem draufgängerischen Anführer Asbjörn (Tom Hopper) plündern wollen, um sich vom auferlegten Bann freizukaufen. Von einem schweren Sturm überrascht, zerschellt ihr Drachenboot jedoch an den Felsen vor der schottischen Küste. Gestrandet auf feindlichem Gebiet, ist ihre einzige Chance, sich in das Danelag, eine entfernt gelegene Wikingersiedlung zu retten. Auf ihrem beschwerlichen Weg durch die Highlands bringen die Krieger Lady Inghean (Charlie Murphy), die mutige Tochter des schottischen Königs Dunchaid (Danny Keogh), in ihre Gewalt. Die Verbannten wittern ihre Chance auf ein beträchtliches Lösegeld. Doch Dunchaid hetzt den Entführern sein berüchtigtes „Wolfsrudel“ auf den Hals. Dieser Söldnertrupp ist wegen seiner Grausamkeit im ganzen Land gefürchtet. Nur durch die Unterstützung des geheimnisvollen Mönchs Conall (Ryan Kwanten) entkommen die harten Nordmänner im allerletzten Moment den Angriffen der zu allem entschlossenen „Wölfe“ und ihres erbarmungslosen Anführers Hjorr (Ed Skrein). Conall führt die Wikinger auf den längst vergessenen „Pfad der Schlange“, den einzig sicheren Weg ins Danelang. Ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit beginnt – eine Jagd auf Leben und Tod.




NORTHMEN - A VIKING SAGA wurde 2013 in Südafrika gedreht, wo Cast und Crew in unberührter Natur mit extremen Wetterbedingungen zu kämpfen hatten. Vor dieser großartigen Kulisse ist ein mitreißender Abenteuerfilm entstanden, der mit herausragenden Bildern und spektakulären Kampfszenen aufwartet. Regie führte Claudio Fäh ("Sniper: Reloaded", "Hollow Man 2"), der für diese imposante Action-Saga eine hochkarätige Besetzung gewinnen konnte: Neben Tom Hopper ("Black Sails", "Merlin - Die neuen Abenteuer"), Ryan Kwanten ("True Blood", "The Right King of Wrong"), Ed Skrein ("Game of Thrones", "Ill Manors"), der demnächst auch die Hauptrolle im Reboot von "The Transporter" übernehmen wird, spielen Charlie Murphy ("Philomena", "The Village"), James Norton ("Rush - Alles für den Sieg", "An Education"), Ken Duken ("Das Adlon", "Inglourious Basterds") und Anatole Taubman ("James Bond 007 - Ein Quantum Trost", "Die Tudors"). Heavy Metal Fans werden besonders begeistert sein, dass Johan Hegg, der Frontmann der erfolgreichen Metal-Band Amon Amarth die Rolle des Wikingerkriegers Valli übernommen hat.



© Bildmaterial, Trailer & Story Zusammenfassung Ascot Elite & VOLL:KONTAKT – Büro für Onlinekommunikation


DVD/BLU-RAY



Verleih:
23. Februar 2015
Verkauf:
03. März 2015
Originaltitel:
Northmen – A Viking Saga
Genre:
Action/Abenteuer
FSK:
16
Produktionsland:
Schweiz/Deutschland/Südafrika 2013
Regie:
Claudio Fäh
Darsteller:
Ryan Kwanten, James Norton, Charlie Murphy, Ed Skrein, Tom Hopper
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte, Audiodeskription für Sehbehinderte
Extras:
Hinter den Kulissen, Musikclip: Amon Amarth, Online-Clips, Originaltrailer, deutscher Trailer
Laufzeit DVD:
94 min. PAL Color
Laufzeit BD:
98 min. PAL Color
Bild DVD:
2,39:1 / 16:9
Bild BD:
2,39:1 / 16:9 – 1080 / 24p HD
Ton DVD:
Deutsch Dolby Digital 5.1 / Englisch, Dolby Digital 5.1
Ton BD:
Deutsch, DTS-HD Master Audio 5.1 / Englisch, DTS-HD Master Audio 5.1

Review: Teenage Mutant Ninja Turtles (Blu-ray)

Teenage Mutant Ninja Turtles

Die Teenage Mutant Hero Turtles treiben bereits seit den 80ern und 90er Jahren ihr Unwesen in den weltweiten Kinder- und Jugendzimmern. Die 4 tapferen mutierten Ninja Schildkröten erblickten zum ersten Mal 1984 in einem Comic das Licht der Welt. Der künftige Schlachruf „Cowabunga“ wurde ebenfalls bei den Lesern und Zuschauern laut ausgerufen, denn bereits nach kurzer Zeit folgte die erste Zeichentrickserie. Und das mit großem Erfolg. Sogar so groß, dass 3 Spielfilme in die Kinos folgten die zwar recht trashig ausgefallen sind, aber dennoch viele Fans hinzugewann.

Nun erscheint mit „Teenage Mutant Ninja Turtles“ eine weitere Real Verfilmung dieses Stoffes und brauchte bereits im Vorfeld die Fans gegen die Filmemacher auf, denn schließlich plante man aus den Mutanten Schildkröten zunächst als Aliens darzustellen, was dann aber ebenso schnell verworfen wurde wie die Tatsache, dass Shredder als vermeintlicher Colonel Shrader dargestellt werden soll, der aber ebenfalls ein Alien sein soll. Klingt mehr nach gewollt als gekonnt. Doch Michael Bay, der als Produzent fungierte, verwarf diese Idee nach der Reaktion der Fans erfreulicherweise rasch wieder, so dass sich die Geschichte doch eher an den Comics orientiert. Auch wenn das nur bedingt stimmt. Doch dazu später mehr. 

Was ist herausgekommen? Im Grunde erkennt man bei „Teenage Mutant Ninja Turtles“ doch deutlich die Handschrift von Produzent Bay und weniger die von Regisseur Jonathan Liebesman. Stellenweise könnte der Film auch auszugshaft aus „Transformers“ übernommen worden sein. Da würde es kaum wundern, wenn plötzlich ein Autobot um die Ecke kommen würde. Das soll aber im Grunde kaum stören, denn tatsächlich wurden die Turtles sehr gut umgesetzt. Aufgenommen im Motion Capturing Verfahren schauen die Animationen der Fantasiefiguren sehr authentisch und realistisch aus. Zudem hat man ein in sich schlüssiges Konzept in Bezug auf Ursprung und Entwicklung der Figuren geschaffen, die speziell in diesem TMNT Universum durchaus Sinn macht und in sich bis auf minimale Ausnahmen stimmig ist. Tiefgang sollte man aber bei dieser Leinwandadaption nicht erwarten, denn – wie man es bei Bay Produktionen kennt – gibt es hier überwiegend Action, Action, Action sowie einige recht gelungene Gags, die dem Zuschauer häufig ein Lächeln abgewinnen können. Ohnehin ist auffällig, dass die Figuren doch noch ne Ecke düsterer ausgefallen sind, als in den alten bekannten Zeichentrickfilmen. Zur Quelle, auf welcher diese Geschichte basiert, gibt es vieles zu sagen, denn tatsächlich basiert dieser Film auf mehreren [Quellen]. Traurige Nachricht vorweg: Casey Jones, der Kämpfer mit der eishockey Maske ist nicht mit dabei. Dafür hat man aber Karai, eine weibliche japanische Kämpferin an der Seite von Shredder, integriert. Ach ja: aus Burne Thompson wurde letztendlich Bernadette Thompson, gespielt von Whoppie Goldberg. April O`Neal (gespielt von Megan Fox) ist allerdings wie man es von den Anfängen kennt eine Reporterin auf der Jagd nach der nächsten Sensation. Da kommen die Turtles gerade recht, die sich mit dem Foot-Clan, der hier allerdings ebenfalls ein wenig anders dargestellt wurde. Ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber passt gut zur Gesamtstory. 

Ohnehin stehen neben der Rahmengeschichte hauptsächlich die stark inszenierten und choreographierten Kämpfe im Mittelpunkt des Filmes und davon gibt es mehr als genug. Gerade wenn Leonardo (Pete Ploszek), Donatello (Jeremy Howard), Raphael (Alan Ritchson) und Michelangelo (Noel Fisher) auf den Plan treten geht es so richtig zur Sache. Da mangelt es nicht an Originalität oder an Kurzweile. Diese haben sich äußerlich auch etwas geändert, sind größer und kräftiger, aber haben immer noch Flausen im Kopf, was wiederum für guten Humor und somit Abwechslung und Kontrast sorgt.

Produktion:
USA / 2014 - Genre: Abenteuer, Action, Fantasy, Komödien - Altersfreigabe: FSK: Freigegeben ab 12 Jahren - Spieldauer: 101 Minuten - Veröffentlichung: ab 05.03.2015

Schauspieler:
Abby Elliott, Alan Ritchson, Ami Sheth, Brandon Keener, Danny Woodburn, Jeremy Howard, Johnny Knoxville, Megan Fox, Minae Noji, Noel Fisher, Pete Ploszek, Tony Shalhoub, Whoopi Goldberg, Will Arnett, William Fichtner
Regisseur: Jonathan Liebesman


Bild
Das 2D Bild ist ein echter Hingucker, wobei man häufig deutlich erkennen kann, wie gut wohl ebenso die 3D fassung ausschauen muss. Denn auch so macht sich häufig aufgrund einer sehr guten Schärfe, kräftigen Farben, sowie einem satten, wie bei Bay gewohnt erhöhtem aber ausgewogenem Kontrast.
Wer schon einmal die Blu-ray Umsetzung eines Transformers Filmes gesehen hat, weiß was beim Bild zu erwarten ist, zumindest was den Look anbelangt. Aufgenommen mit digitalen Kameras präsentiert sich die Schärfe mit einer sehr hohen Detailwiedergabe und einer akkuraten Kantenschärfe. Da gibt es bis auf minimale und zumeist vernachlässigbaren weicheren Abschnitten ansonsten nicht zu beanstanden. Die Farben werden durchweg sehr kräftig aber durch den Kontrastboost stellenweise schon etwas unnatürlich wiedergegeben. In dem Zusammenhang erweist sich, wie schon eingangs erwähnt, der Kontrast zwar als erhöht aber ausgewogen. Stellenweise ist eine gute Plastizität erkennbar. Der Schwarzwert könnte ebenfalls nicht kräftiger sein.

Ansichtsverhältnis:
2,40:1 Video-Codec: MPEG-4/AVC 

Ton
Der deutsche Ton kann leider nicht mit der englischen Vorlage mithalten. Die Synchronisation liegt leider nur in Dolby Digital 5.1 vor, während der Original Ton sogar in Dolby Atmos 7.1 (Dolby TrueHD 7.1 kompatibel) auf die Scheibe gepackt wurde. Das Manko an der verlustbehaftet komprimierten Abmischung ist der nicht optimale Dynamikumfang, der im englischen Original doch natürlicher klingt sowie die Basswiedergabe, welche im deutschen Mix doch ein wenig schwach klingt, zumindest im Direktvergleich. Klar, wird dem Subwoofer auch so nicht langweilig, so dass man dennoch viele kräftigeBässe vorgesetzt bekommt. Aber wenn man sich den Film in Englisch anschaut hört und merkt man sogar deutlich den Unterschied. Das soll aber gewiss nicht so klingen, als wäre die deutsche Synchronisation purer Murks, das ist sie gewiss nicht, denn immerhin wird eine denoch gutklassige Qualität erreicht. Obendrein machen die zahlreichen, direktional sehr gut aufgelösten Surroundeffekte einiges wieder wett.

Tonspuren: Deutsch DD 5.1, Englisch Dolby Atmos 7.1, Englisch (Hörfilmfassung) DD 5.1, Französisch DD 5.1, Italienisch DD 5.1, Spanisch DD 5.1, Hindi DD 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch, Spanisch, Niederländisch, Dänisch, Finnisch, Norwegisch, Schwedisch, Hindi 


Bonusmaterial:
  • Digital Reality (HD; 17:56)
  • In Your Face! The Turtles in 3D (HD; 4:23)
  • It Ain't Easy Being Green (HD; 6:47)
  • Evolutionary Mash-Up (HD; 14:59)
  • Turtle Rock (HD; 5:37)
  • Extended Ending (HD; 0:46)
  • "Shell Shocked" Music Video (HD; 3:27)
  • Making of "Shell Shocked" (HD; 1:31)
Beim Bonusmaterial wird zwar nicht das Nonplusultra geboten, aber bei Hirn aus Film ab Filmen, ist dies ja eher selten der Fall. Dennoch gibt es einige informative Beiträge auf dieser Blu-ray, die komplett in HD sowie deutsch untertitelt vorliegen. Zu sehen gibt es nebem einem Videoclip inkl. Making of sowie einem erweiterten Ende noch insgesamt 5 Featurettes, die sich unterschiedlichen Themen wie etwa der Entwicklung der Turtle Figuren, die technischen Seiten der 3D Aufnahmen, ein Rückblick der Schauspieler, welche Erinerungen sie mit den Turtles verbinden und wie die Dreharbeiten für sie waren. Dazu gibt es noch einen wissenschaftlichen Beitrag zu Schildkröten sowie ei Featurette, in dem Komponist Brian Tyler mit einigen Zuschauern den Score durchspricht. Ein Wendecover ist ebenfalls vorhanden. 

Fazit:
„Teenage Mutant Ninja Turtles“ dürfte sicherlich nicht jedermanns Geschmack sein, zumal auch die Kritiken eher negativ ausgefallen sind. Das dürfte den Produzenten allerdings herzlich egal sein, denn bei einem Budget von 125 Millionen US-Dollar spielte er über 482 Millionen US-Dollar an den Kinokassen wieder ein. Demzufolge kann man da jetzt schon von einer Fortsetzung ausgehen. Abgesehen vom eher flachen Drehbuch gibt es als Gegenleistung eine Menge an guter Gags sowie eine Vielzahl an sehr gut inszenierter Action, die deutlich werden lassen, dass das Budget sehr gut angelegt wurde.

Wertung:
Story: 2-3
Bild: 1-
Ton: 2+
Ausstattung: 3
Gesamt 2


© Bildmaterial & Story Zusammenfassung Paramount
 
Testgeräte
TV: Samsung UE55F6500
Player: Sony BDP-S790
AV-Receiver: Denon AVR-1312
Lautsprecher: Front: Dali Zensor 5 & Dali Vocal / Rear: Dali Zensor 1

Montag, 16. Februar 2015

Review: In den Schuhen meiner Schwester (Blu-ray - VÖ: 05.02.2015)

In den Schuhen meiner Schwester

Die Story:
Die Schwestern Maggie (Cameron Diaz) und Rose (Toni Collette) haben außer der Schuhgröße 39 eigentlich keine Gemeinsamkeiten. Während die arbeitslose, flippige Maggie sich für Styling und Partys interessiert, lebt die unscheinbare Anwältin Rose nur für ihre Arbeit. Dennoch sind sie unzertrennlich, bis zu dem Tag, an dem Maggie mit Roses Freund schläft. Maggie wird aus der Wohnung geschmissen und flüchtet ins Seniorenheim zu ihrer totgeglaubten Großmutter Ella (Shirley MacLaine), die das Leben der Schwestern bald völlig auf den Kopf stellt. 

Wahnsinn, der Film hat mittlerweile schon 10 Jahre auf dem Buckel. Mir kommt es so vor, als wenn das erst kürzlich gewesen wäre. Ich kann mich noch gut erinnern, als ich die DVD dazu zum ersten Mal angeschaut habe. Was ich erst jetzt erfahren habe: Bei "In den Schuhen meiner Schwester" (im Original: "In her Shoes"), handelt es sich um die Romanverfilmung des gleichnamigen Buches von Jennifer Weiner. Die Story ist irgendwie realitätsnah als auch doch etwas an den Haaren herbeigezogen. Aber: Warum sollte das nicht so passieren, denn schließlich hört man doch oftmals von Schicksalen oder wahren Begebenheiten die unglaublich erscheinen, aber doch so passiert sind. Zumindest ist die Handlung glaubwürdig und wurde auch entsprechend dargestellt. Der Humor bleibt stets niveauvoll, bringt den Zuschauer aber auch häufig wunderbar zum Lachen. Doch gibt es auch einige dramatische Momente, die zum nachdenken anregen, von Regisseur Curtis Hanson („Mavericks – Lebe deinen Traum“, „L.A. Confidential“) aber angemessen und natürlich umgesetzt wurde. Langeweile kommt da auf keinen Fall auf. 




Die Besetzung besteht aus Cameron Diaz (“Sex Tape”, “Verrückt nach Mary”), Toni Collette (“Ganz weit hinten”), Shirley MacLaine (“Das erstaunliche Leben des Walter Mitty“), Mark Feuerstein (“Was Frauen wollen”), Ken Howard (“J. Edgar”), Richard Burgi (“Dick und Jane”) oder die Filmlegende Norman Lloyd („Seven Days – Das Tor zur Zeit“). Die Rollen sind sehr gut verteilt. Gerade der Kontrast bei Diaz und Collette wird sehr gut dargestellt und umgesetzt. Vor allem letztere spielt ihre Rolle wirklich sehr gut, wobei die restlichen Schauspieler ebenfalls ihre Figuren sehr gut verkörpern und dabei keinerlei Überzeichnungen erkennen lassen.

„In den Schuhen meiner Schwester“ war zwar kein übermäßiger aber dennoch unterm Strich ein deutlicher finanzieller Erfolg in den Kinos. Bei einem Budget von 35 Millionen US-Dollar spielte der Film weltweit insgesamt über 83 Millionen US-Dollar wieder ein, wobei alleine in Deutschland fast eine Million Zuschauer in den Lichtspielhäusern gezählt wurden.


Regisseur: Curtis Hanson
Schauspieler: Anson Mount, Brooke Smith, Cameron Diaz, Candice Azzara, Francine Beers, Jerry Adler, Ken Howard, Mark Feuerstein, Norman Lloyd, Richard Burgi, Shirley MacLaine, Toni Co
llette



Das Bild:
Der Blu-ray Transfer ist sehr gut gelungen und lässt eine deutliche Steigerung im Vergleich zur DVD erkennen. Das macht sich besonders bei der Schärfe bemerkbar, da nun wesentlich mehr Details erkennbar sind. Zudem wird dies auch beim nun ausgewogeneren Kontrast deutlich, so dass das Bild nun wesentlich natürlicher und plastischer erscheint. Die Farben sind natürlich und kräftig. Gerade am Set in Miami wird das mehr als deutlich, da springen einem die Farben fast schon ins Gesicht. Schmutzspuren von der Mastervorlage sind nicht zu erkennen. Und auch Kompressionsspuren sind nicht negativ aufgefallen. 


Bild: 21:9 (2,35:1) @1080p (MPEG-4/AVC) 


 Der Ton:
Der Ton liegt in Deutsch in DTS 5.1 sowie in Englisch DTS HD MA 5.1 vor, wobei sich beide Abmischungen qualitativ kaum voneinander unterscheiden, mal abgesehen von der Tatsache, dass der O-Ton selbstverständlich etwas natürlicher klingt. Die Abmischung ist eher frontlastig ausgefallen, was genrebedingt nicht sonderlich überrascht. Der Score sowie einige Hintergundgeräusche sorgen aber immerhin für etwas Räumlichkeit. Die Dynamik ist hingegen sehr gut und sorgt zusammen mit der ausgewogenen Balance für einen natürlichen Klang. 


Tonspuren: Deutsch DTS 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1, Italienisch DTS 5.1, Polnisch Dolby Digital 5.1, Französisch DTS 5.1, Spanisch DTS 5.1, Tschechisch Dolby Digital 2.0, Japanisch DTS 5.1, Russisch DTS 5.1
Untertitel: Chinesisch (traditionell), Chinesisch (vereinfacht), Deutsch, Dänisch, Englisch für Hörgeschädigte, Finnisch, Französisch, Griechisch, Isländisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Lateinamerikanisches Spanisch, Niederländisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch, Russisch, Schwedisch, Spanisch, Thailändisch, Tschechisch

Das Bonusmaterial:
  • Die Leute in den Schuhen
  • Eine Rentner-Gemeinschaft für schauspielernde Senioren
  • Vom Todestrakt zum roten Teppich – das Casting von Honey Bun
  • Original Kinotrailer
Das Bonusmaterial ist identisch mit der bisherigen DVD Fassung, liegen auf der Blu-ray aber ebenfalls nur in SD aber immerhin deutsch untertitelt vor. Insgesamt werden 3 Featurettes geboten, die sich mit dem Film, den Senioren vom Set in Miami sowie dem Casting des Hundes widmen. Insgesamt zwar eher nur ein nettes, aber nichtsdestotrotz unterhaltsames Beiwerk. Den Original Kinotrailer gibt es noch oben drauf.

Fazit:

„In den Schuhen meiner Schwester“ ist eine sehr unterhaltsame Drama Komödie mit tollen Schauspielern, einer Menge Charme, Humor und Emotionen, guten Gags und einer originellen Geschichte. Da kommt nicht wirklich Langeweile auf. Nicht nur für Fans der Hauptdarstellerinnen geeignet. 



Wertung:
Story: 2+
Bild: 2+,
Ton. 2
Ausstattung: 4
Gesamt 2- 


© Bildmaterial & Story Zusammenfassung 20th Century Fox

Testgeräte

TV: Samsung UE55F6500
Player: Sony BDP-S790
AV-Receiver: Denon AVR-1312
Lautsprecher: Front: Dali Zensor 5 & Dali Vocal / Rear: Dali Zensor 1

Review: Der englische Patient (Blu-ray / Award Winning Collection)

Der englische Patient

Es gibt immer mal wieder Filme, die durch eine besondere Geschichte hervorstechen. Da passt einfach alles. Die Story, die Darsteller, das Setting, die Atmosphäre, die Musik, und so weiter. Kein Wunder also, dass diese Titel dann auch entsprechend viele Preise einheimsen. So auch „Der englische Patient“, der bei der Oscarverleihung 1997 insgesamt neun Academy Awards, unter anderem für den Besten Film und die Beste Regie gewann. Doch nicht nur die Kritiker waren von dem Film, der nebenbei erwähnt über zweieinhalb Stunden dauert, angetan. Bei einem Budget von 27 Millionen US-Dollar spielte er weltweit fast 232 Millionen US-Dollar an den Kinokassen wieder ein.

Der Film basiert übrigens auf dem gleichnamigen Roman des kanadischen Schriftstellers Michael Ondaatje, der wiederum sich lose an der Biographie des ungarischen Grafen Ladislaus Almásy orientierte. 



Die Story:
Italien während des Zweiten Weltkriegs: In einem verlassenen Kloster pflegt die Schwester Hana den ungarischen Grafen Almásy, der mit seinem Flugzeug von den Nazis abgeschossen wurde und bis zur Unkenntlichkeit verbrannt ist. Ganz allmählich beginnt sich Almásy an seine tragische Romanze mit der verheirateten Katharine zu erinnern.

Fest im Drama verwurzelt, sind es gerade die romantischen Elemente, die für eine hohen emotionalen Kontrast sorgen. Regisseur Anthony Minghella ist es mit seiner Leinwandadaption gelungen, den Zuschauer trotz der hohen Spielzeit von der ersten bis zur letzten Sekunde zu fesseln. Das gelingt ihm dabei nicht nur aufgrund des hervorragenden Settings, den epischen Kulissen sowie den wunderbaren Panoramen, sondern auch zahlreichen überraschenden Wendungen, die den Zuschauer mit massenweise Kurzweile versorgen. Dazu ein fantastischer Schluss, der besser nicht inszeniert sein könnte, auch wenn da 1, 2 Ereignisse ein klein wenig deplatziert erscheinen, was aber nicht wirklich stört. 


Der Erzählfluss der Story ist insgesamt schön ausgewogen, so dass auch keine Elemente verworren, konfus oder komplex erscheinen. Die Gefahr könnte nämlich locker bestehen, wenn man im Nachhinein so darüber nachdenkt. Dazu kommt noch der starke romantische Aspekte, der hier in einem Rückblick erzählt wird. Eine Liebe, die nicht sein soll, aber dennoch besteht. Die zwei sich Liebenden stellen sich dabei allen Widrigkeiten, was auch die Drama Elemente stark in den Vordergrund rücken lässt. Eine Liebe, die weh tut, so schön ist sie. Eine Liebe, die zur Verzweiflung führt und das in einer Zeit in der auf der ganzen Welt Krieg herrscht. Diese wird von den beiden Hauptdarstellern Ralph Fiennes und Kristin Scott Thomas wunderbar dargestellt. Man könnte schon behaupten, dass beide die wohl beste Leistung ihres Lebens abgeliefert haben. Zwar wurden beide auch jeweils als beste Hauptdarsteller für einen Oscar nominiert, mussten sich aber ihren Konkurrenten (Geoffrey Rush für „Shine – Der Weg ins Licht“ und Frances McDormand für „Fargo“) geschlagen geben. Nichtsdestotrotz: Die beiden füllen ihre Rollen mit Leben, stellen eine Verbindung zum Zuschauer her und lassen diesen mit sich mitfiebern. Bei jedem Schicksalsschlag fühlt man sich da selbst ergriffen und spürt förmlich ihre Tragödie aber auch ihre Leidenschaft. Doch auch die übrigen Darsteller wie etwa Juliette Binoche, Willem Dafoe, Naveen Andrews, Colin Firth oder Jürgen Prochnow liefern sehr gute Darstellungen ab, wobei gerade Binoche zurecht auch den Oscar für die beste Nebendarstellerin erhalten hat. 
Bild
Bei einem Backkatalog Titel heißt es für Fans des entsprechenden Films oft bangen, wie gut oder schlecht der Transfer der Mastervorlage gelungen ist, gerade weil man oftmals die bisherige DVD austauschen möchte. Gleich vorneweg: Diese Blu-ray Wiederveröffentlichung ist identisch mit den bisherigen Blu-ray Releases dieses Titels, d.h. der Transfer lässt noch ordentlich Raum nach oben. Immerhin – auch wenn das ein schwacher Trost ist – lohnt sich dennoch ein Upgrade von der DVD. 


Zur Blu-ray: Die Schärfe bei diesem HD Transfer ist ganz ok, wobei sich vor allem in Nahaufnahmen eine gute Schärfe bemerkbar macht. Ansonsten ist das Bild insgesamt schon etwas weich ausgefallen. Es hat den Anschein, dass da mit einer digitalen Rauschunterdrückung sowie einer Nachschärfung gearbeitet wurde, zumal auch stellenweise Doppelkonturen auffallen. Im Vergleich zur DVD ist der Kontrast richtig gut ausgefallen, könnte aber noch höher sein. Die Farben sind natürlich, wenn auch etwas entsättigt, was aber gut zur Stimmung des Filmes passt. Insgesamt ist der Transfer sauber und zeigt nur sehr selten Schmutzpartikel. Kompressionsspuren sind hingegen nicht aufgefallen. 


Bild: 1,85:1 1080/24p Full HD 

Ton
Der Ton weiß sich da besser in Szene zu setzen. Dieser liegt übrigens verlustfrei komprimiert in Englisch und Deutsch in DTS HD Master Audio 5.1 vor. Obwohl der Film sehr dialoglastig ausgefallen ist, machen sich in einigen Szenen dank schön platzierter direktionaler Effekte eine schöne Räumlichkeit bemerkbar, zumal der Score ohnehin ebenso über sämtliche Kanäle wiedergegeben wird. In den „Action“-lastigeren Szenen wie etwa dem Flugzeugabsturz darf auch der Subwoofer zeigen was in ihm steckt und bietet da kräftige Bässe. Die Dynamik ist gut und auch die Balance erweist sich als ausgewogen, so dass die Dialoge immer gut zu verstehen sind. Störgeräusche sind nicht aufgefallen. 


Sprachen/Ton: Deutsch, Englisch (5.1 DTS-HD MA)
Untertitel: Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte


Bonusmaterial:
  • Trügerischer Sand – Auf der Spur des „englischen Patienten“
  • Verschollen im Meer der Trockenheit – Die Wüste des „englischen Patienten“
  • 'Ein historischer Blick auf den realen Graf Almasy
  • Making of
  • Im Gespräch mit den Filmemachern; Interviews mit Cast & Crew
  • Über den Romanautor Michael Ondaatje
  • Hörfilmfassung für Sehbehinderte
  • Deleted Scenes mit Erläuterungen von Anthony Minghella
  • Audiokommentar mit den Filmemachern
  • Trailer
  • BD-Live
Das Bonusmaterial entschädigt noch einmal zusätzlich das problematische Bild, da insgesamt über 5 Stunden an Extras hier auf die Disc mit draufgepackt wurden. Da gibt es Gewöhnliches wie zwei Audiokommentare, ein Making of, Interviews mit Cast &Crew sowie einige entfernte Szenen (sogar mit Erklärungen von Regisseur Anthony Minghella, aber auch sehr ausführliche Featurettes wie etwa insgesamt 3 Dokumentationen über den wahren Grafen Almasy. Dazu gibt es noch die Hörfilmfassung für Sehbehinderte sowie eine BD Live-Funktion. Zwar liegen nahezu alle Features nur in SD vor, was aber den Informationsgehalt nicht mindert. Ein Wendecover ist ebenfalls vorhanden. 

Fazit:
„Der englische Patient“ ist ganz großes Kino und hat zurecht im Jahr 1997 insgesamt 9 Oscars abgeräumt. Nun erscheint dieser Titel erneut innerhalb der Academy Award Edition auf Blu-ray. Wer den Film noch nicht besitzt, sollte dieses cineastische Manko schnell beseitigen und sich den Film anschauen.

Wertung:
Story: 9
Bild: 6,5
Ton: 8,5
Ausstattung: 10
Gesamt 9 


© Bildmaterial, Story Beschreibung und Trailer Studiocanal

Testgeräte
TV: Samsung UE55F6500
Player: Sony BDP-S790
AV-Receiver: Denon AVR-1312
Lautsprecher: Front: Dali Zensor 5 & Dali Vocal / Rear: Dali Zensor 1

Review: Hüter der Erinnerung - The Giver (Blu-ray)

Hüter der Erinnerung - The Giver

Filme, die eine dystopische Zukunft zeigen, finden immer ihr Zielpublikum, vor allem im Moment, wo Filme wie „Die Tribute von Panem“, „Maze Runner“ oder „Die Bestimmung – Divergent“ die Massen in die Lichtspielhäuser ziehen. So auch bei „Hüter der Erinnerung - The Giver“, einer Geschichte, die auf dem gleichnamigen Roman von Lois Lowry basiert und im Jahr 2048 spielt. Darin lebt der 16jährige Jonas in einer Welt, die perfekt erscheint. Es gibt keinen Krieg, kein Leid, keine Sorgen, keine Hungernöte, überall Friede und Freude. Dafür ist die Welt komplett in Schwarz Weiß. Als Jonas zum Hüter der Erinnerung kommt, um von ihm zu lernen, entdeckt er aber auch die andere, bunte Seite der Welt, die ihm wesentlich besser gefällt, was in allerdings unverhofft in Gefahr bringt.  

Die Story:

Der 16 Jahre alte Jonas lebt in einer scheinbar idealen Welt. Es gibt keine Kriege, keine Armut, keine Gewalt. Doch die Menschen zahlen einen hohen Preis: Sie kennen weder Liebe noch Freude oder Farben, in ihrer Gemeinschaft ist alles grau und gleich. Denn der Rat der Ältesten bestimmt über das gesamte Leben, von der Geburt über die Hochzeit bis zum Tod. Die Vorsitzende des Ältestenrates ernennt Jonas zum neuen „Hüter der Erinnerung“. Sein Amtsvorgänger lehrt ihn all das Wissen, das er stellvertretend für die gesamte Menschheit bewahren soll. So erfährt Jonas von einer Welt der Unvollkommenheit und Aggressionen, aber auch der Liebe und Solidarität. Als er merkt, dass die schöne neue Welt der Gemeinschaft auf Lügen und Verbrechen basiert, will Jonas die Menschen, die er liebt, retten. Doch bislang hat es niemand geschafft, die Gemeinschaft lebend zu verlassen …
 
Das kommt ja schon fast bekannt vor und erinnert doch irgendwie an Filme wie „Gattaca“, „Equilibrium“, „Pleasantville“) oder auch ansatzweise an „Die Tribute von Panem“. Zudem sprießen Filme wie „Hüter der Erinnerung - The Giver“, die alle irgendwie in der Zukunft spielen und an einer Person das Schicksal abhängt nahezu aus dem Boden – Stichwort „Seelen“ oder „Divergent“, etc….

Allerdings besitzt „Hüter der Erinnerung - The Giver“ doch einen hohen Unterhaltungswert, was nicht nur der guten Story zu verdanken ist, sondern auch der tollen schauspielerischen Leistungen von Darstellern wie Brenton Thwaites (The Signal), Jeff Bridges („The Big Lebowski“), Katie Holmes („Batman begins“), Meryl Streep (“Mamma Mia” oder Taylor Swift („Valentinstag“) zu verdanken ist, die ihre Rollen zwar nicht Oscar-reif aber der Handlung entsprechend doch sehr glaubwürdig und natürlich spielen. 

Dennoch entwickelte der Film sich leider zu einem Enttäuschung an den Kinokassen und spielte bei einem Budget von verhältnismäßig schlappen 25 Millionen US Dollar gerade mal 67 Millionen US-Dollar wieder ein. Dabei ist der Film nicht schlecht ausgefallen. Naja, es wäre eventuell nicht schlecht gewesen, wenn man sich an manchen Stellen etwas mehr Zeit gelassen und auf eine Handvoll Elemente etwas detaillierter eingegangen wäre. Abgesehen davon gibt es aber nicht wirklich viel zu beanstanden. Die Geschichte wurde spannend und kurzweilig umgesetzt und inszeniert und auch die Darstellung der Story wurde gut visualisiert und umgesetzt, zumal auch das Setting sehr stimmungsvoll ausgefallen ist.

Bild
Das Bild wird in „Hüter der Erinnerung - The Giver“ sowohl in Schwarz Weiß als auch in Farbe dargestellt, was alleine den Inhalt der Geschichte sehr gut transportiert. Sowohl die Schwarz Weiß als auch die Farbwiedergabe lebt dabei von einem sehr gut eingestellten Kontrast, wobei sich in diesem Zusammenhang keinerlei Störungen bemerkbar machen. Beeinträchtigungen wie etwa Rauschen haben sich ebenfalls nicht bemerkbar gemacht. Die Farben (wenn vorhanden) sind stets natürlich und kräftig bei guter Sättigung. Darüber hinaus bietet die Schärfe überwiegend sehr gute Werte, so dass nur selten weichere Abschnitte zu sehen sind und dafür ein hoher Detailgrad dominiert. Kompressionsspuren sind ebenfalls nicht auffällig gewesen. 

Ton
Wie bei Studiocanal nicht anders zu erwarten liegt der Ton in Deutsch und Englisch verlustfrei komprimiert in DTS HD Master Audio 5.1 vor. Die Surround Abmischung hat dabei einiges zu bieten, wobei in vielen Szenen eine hervorragende Räumlichkeit vorherrscht, die sämtliche Kanäle mit einbezieht und den Zuschauer mit in das Geschehen einbezieht. Der Subwoofer präsentiert sich da zwar etwas eher zurückhaltender, darf aber auch stellenweise zeigen was in ihm steckt. Die Dynamik ist gut und die Balance ausgewogen. Die Dialoge sind jederzeit sehr gut zu verstehen.

Tonspuren: Deutsch DTS HD Master Audio 5.1, Englisch DTS HD Master Audio 5.1
 
Bonusmaterial
  • Featurette „Ordinary Human“ mit Ryan Tedder von OneRepublic
  • Vom Buch auf die Leinwand
  • Autor Lois Lowry über „The Giver"
  • Jeff Bridges präsentiert: Höhepunkte von der Buchlesung
  • Jonas qualvolle Reise – Extended Scene
  • Pressekonferenz mit Filmemachern & Cast
  • Trailer
An Bonusmaterial soll es nicht mangeln. Bis auf einen Beitrag sind sämtliche Beiträge komplett in HD auf diese Blu-ray gepackt worden. Bei dieser Ausnahme handelt es sich allerdings um eine private Aufnahme von Jeff Bridges, der vor ca. 20 Jahren eine Lesung dieses Romans in seinem Haus zusammen mit Familie und Freunden organisiert hat. In der Tat sehr exklusiv. Dazu gibt es noch etliche Featurettes, die sich mit dem Score, der Autorin, der Leinwandadaption sowie der Pressekonferenz befassen. Dazu gibt es noch eine erweiterte Szene oben drauf. In der Summe sind das fast 2 Stunden an Spielzeit alleine bei den Extras. Zwar hätte sich der ein oder andere sicherlich noch über ein Audiokommentar oder einzelne Interviews gefreut, aber auch so wird eine Menge an informativen Informationen zum Film geboten.

Fazit:
So schlecht, wie mancherorts zu lesen war, ist „Hüter der Erinnerung - The Giver“ eigentlich gar nicht, hat aber schon ein paar Chancen verspielt das vielgepriesene Buch entsprechend umzusetzen. Dennoch wird in den gut anderthalb Stunden Spielzeit kurzweilige und auch spannende Unterhaltung geboten. Genre-Fans des Young Adult Action Kinos dürfen gerne ein Auge riskieren.

Wertung:
Story: 2-3
Bild: 1-2
Ton. 2-
Ausstattung: 2  
Gesamt 2


© Bildmaterial & Story Zusammenfassung Studiocanal

Testgeräte
TV: Samsung UE55F6500
Player: Sony BDP-S790
AV-Receiver: Denon AVR-1312 
Lautsprecher: Front: Dali Zensor 5 & Dali Vocal / Rear: Dali Zensor 1