Samstag, 7. März 2015

Review: Predestination (Blu-ray)

Predestination


Bereits mit ihrem ersten Spielfilm "Nightbreakers - The Undead" haben es die beiden eineiigen Zwillingsbrüder Michael und Peter Spierig (die zwar in Deutschland geboren wurden, aber mit 4 Jahren zusammen mit ihren Eltern nach Australien ausgewandet sind) geschafft das Genre Publikum zu begeistern. Auch bei den Vampirfilm „Daybreakers“ zeigt man sich voller origineller Ideen und übernimmt dabei neben der Regie auch das Drehbuch und die visuellen Effekte. Bei dem Science Fiction Thriller „Predestination“ verhält es sich ähnlich, denn die Spierig Brothers sind erneut für Regie, Drehbuch, die Produktion und in dem Fall auch für die Musik zuständig. Langeweile kommt den beiden sicherlich nicht auf.
Mit diesem Film haben sich Tiberius Film ein Schätzchen gesichert, denn nicht nur hat die Deutsche Film- und Medienbewertung dem Film das Prädikat besonders wertvoll vergeben, sondern darüber hinaus überschlagen sich auch die Kritiker vor lauter Lobeshymnen. Laut rottentomatoes, einer internationalen Bewertungsplattform haben 84% aller Kritiker den Film positiv bewertet, 75 % des Publikums mag den Film. Ähnlich auch bei der IMBD, bei der knapp 95.000 User dem Film im Schnitt 7,4 von 10 Sternen geben. 

Die Story
Er ist ein Zeitreise-Agent und soll Verbrechen verhindern, bevor sie geschehen. Nun muss er zurück in das New York der 1970er Jahre, um die tödlichen Anschläge eines berüchtigten Terroristen zu stoppen, der ihm bereits mehrfach entkommen konnte. Von seiner Mission hängt das Leben von zehntausenden Menschen ab. In New York trifft er auf einen mysteriösen jungen Mann, der ihn auf seiner nächsten Zeitreise begleitet, um eine alte Rechnung zu begleichen. Wer aber den Lauf der Vergangenheit ändert, kann auch sein eigenes Schicksal aus der Bahn werfen...


Was macht den Film nur so besonders, denn das klingt definitiv nach einem Film, den man gesehen haben muss. Um das einfach zu erklären, hilft ein Vergleich: Von der Komplexität ist „Predestination“ dem Christopher Nolan Kultfilm „Inception“ nicht all zu unähnlich, denn auch hier wird eine Geschichte über mehrere Ebenen. Dazu gesellt sich auch noch ein wenig „Minority Report“, in Bezug auf den Subplot, dass eine Organisation Verbrechen verhindert bevor sie passieren, was wiederum in diesem Fall auch ein wenig an „Looper“ erinnert. Die Story dazu basiert tatsächlich auf der Kurzgeschichte „Entführung in die Zukunft“ (‚All You Zombies’) von Robert A. Heinlein (der auch für „Starship Troopers“ verantwortlich ist), wobei der Filmtitel sogar ein wenig vom Storyverlauf verrät, denn übersetzt bedeutet er „Vorherbestimmung“ und behandelt ein theologisches Konzept, gemäß dem Gott seit Beginn der Schöpfung das Schicksal des Universums und aller Menschen vorherbestimmt haben soll.

Am Anfang braucht der Film ein wenig um in Fahrt zu kommen, auch wenn der Auftakt mit einem Knall beginnt. Durch den stetigen Zeiten- und auch Settingwechsel, mit dem die Spierig Brüder den Zuschauer konfrontieren, bleibt der Film aber auch so kurzweilig genug und bietet dabei zugleich fantastische, spannende sowie emotionale Themen. Nach einem Umbruch steigt die Spannung aber stetig an und fordert dem Zuschauer aufgrund der Komplexität volle Aufmerksamkeit. Wenn man meint, die Story durchschaut zu haben, kommt dann doch ein überraschender Wechsel und die Geschichte verläuft doch anders.
In den Rollen sind Ethan Hawke (Daybreakers, Training Day, Sinister), Sarah Snook (Jessabelle, Sex ist (k)ein Kinderspiel, Sleeping Beauty), Noah Taylor (Edge of Tomorrow, Game of Thrones, Lara Croft: Tomb Raider), Elise Jansen (Nachbarn, Crawlspace, Wonderland) oder Christopher Kirby (Daybreakers, Matrix Reloaded & Revolutions, Star Wars: Episode III) zu sehen, die eine überzeugende Leistung abliefern und ihre Figuren sehr glaubwürdig spielen. Gerade die bis dato eher unbekannt Sarah Snook empfiehlt sich hiermit für internationale Produktionen. Hollywood, bitte mal einen Blick nach Australien werfen! 


Das Bild:
Der Film wurde mit digitalen Arri Alexa Kameras aufgenommen. Das erklärt zumindest den hohen Schärfegrad, denn Details werden sehr gut wiedergegeben, wobei die Kantenschärfe nur selten etwas weicher wird. In dunkleren Szenen gibt es zwar minimaler Detailverlust, was aber keineswegs störend auffällt. Das Bild ist etwas kühl gehalten, erscheint aber stets natürlich bei guter Sättigung der Farben sowie ausgewogenem Kontrast. Der Schwarzwert ist sehr gut. Beeinträchtigungen wie Rauschen oder auch Kompressionsspuren sind nicht aufgefallen. 

Der Ton:
Der Ton liegt in Deutsch und Englisch verlustfrei komprimiert in DTS HD Master Audio 5.1 vor. Die Abmischung fällt durch eine sehr gute Qualität auf, da nicht nur eine aktive Surroundkulisse geboten wird. Diese zeichnet sich nicht nur durch direktionale Effekte sondern auch durch diffuse Hintergrundgeräusche sowie einem räumlichen Score aus, der übrigens sehr hörenswert ausgefallen ist. Darüber hinaus werden auch recht häufig sehr kräftige Bässe geboten, was den Subwoofer gut fordert. Die Dynamik ist ebenfalls sehr gut und bietet einen guten Umfang. Die Dialoge sind jederzeit klar zu verstehen. 


Das Bonusmaterial:
Das Bonusmaterial ist das Problem dieser Veröffentlichung, denn die deutsche Blu-ray muss leider nur mit Trailer auskommen, während der US-Import mit einem mehrteiligen ca. 75-minütigem Making of, einem Featurette, sowie einem Gag Reel eine Menge an Informationen zum Film bietet. Schade.

Das Fazit:
Auch wenn es an Bonusmaterial mangelt lohnt sich dennoch eine Anschaffung dieses herausragenden Filmes, mit dem sich die beiden Spierig Zwillinge als auch Darstellerin Sarah Snook definitiv für größere Produktionen empfehlen. "Predestination" ist kein Film für Zwischendurch und definitiv kein einfaches Popcorn Kino, bietet aber bei voller Aufmerksamkeit eine originelle und intelligente Geschichte sowie durchweg spannende Unterhaltung.

Wertung:
Story: 1-2
Bild: 1-2
Ton: 1-2
Ausstattung: 5
Gesamt: 2-
© Bildmaterial & Story Zusammenfassung Tiberius Film, Trailer Sony Pictures und Tiberius Film

Testgeräte
TV: Samsung UE55F6500
Player: Sony BDP-S790
AV-Receiver: Denon AVR-1312
Lautsprecher: Front: Dali Zensor 5 & Dali Vocal / Rear: Dali Zensor 1

Freitag, 6. März 2015

Review: Vincent will Meer (Blu-ray

Vincent will Meer

Story:
Vincent (Florian David Fitz) will weg! Raus aus der Klinik, in der er lernen sollte, mit seinem Tourette-Syndrom umzugehen. Zusammen mit der magersüchtigen Marie (Karoline Herfurth), die ihn zur Flucht überredet hat, wollen sie im geklauten Auto nach Italien ans Meer. Dumm nur, dass auch Alexander (Johannes Allmayer), der zwangsneurotische Zimmergenosse von Vincent, mit von der Partie ist. Weil er die Flucht verpetzen wollte, müssen Vincent und Marie ihn notgedrungen mitnehmen. Während für die drei Ausreißer eine abenteuerliche Reise beginnt, sind ihnen Vincents Vater (Heino Ferch) und die Psychologin Frau Dr. Rose (Katharina Müller-Elmau) auf den Fersen.

Über die Alpen geht der Roadtrip weiter in Richtung Italien. Obwohl sie sich mit ihren Macken gegenseitig in den Wahnsinn treiben, verbindet die drei doch das gemeinsame Abenteuer. Zum ersten Mal erfährt Vincent, was Freiheit bedeutet. Beinahe kommt er sich normal vor: Er verliebt sich in Marie und zwischen Alexander und ihm entwickelt sich eine unerwartete und lakonische Freundschaft. Der Vater und Dr. Rose schlittern währenddessen von einem Missgeschick ins nächste. Eine turbulente Reise nimmt ihren Lauf... (Pressetext)


Ein Film über Behinderte? Schon viele haben sich an dem Metier versucht und nur wenige haben es geschafft. Dennis Hoffman in "Rain Man" konnte damit einen Oscar einheimsen. Robert de Niro spielte den Autisten in "Zeit des Erwachsens" hervorragend. Oder denken wir an die Rollen von Leonardo DiCaprio in "Irgendwo in Iowa" oder Sean Penn in "Ich bin Sam". Alle haben die Rollen authentisch rüber gebracht und eindringlich und sensibel auf die Schicksale betroffener Menschen hingewiesen. Dieses Meisterstück soll nun auch dem deutschen Schauspieler Florian David Fitz gelingen.

Der Film "Vincent will meer" wurde schon vielfach gelobt, so dass ich mir mal selbst ein Bild davon machen musste. Und tatsächlich kann der Film wirklich begeistern. Die Geschichte ist zwar nicht ganz originell, gab es bei "Knocking on Heavens Door" doch schon eine fast ähnliche Story, aber auf alle Fälle wird man bei dieser Mischung aus Drama und Komödie wirklich ausgezeichnet unterhalten. Denn der wichtigste Faktor wurde noch nicht erwähnt und das sind die Schauspieler. Die Legende Heino Ferch, der hier den arroganten Vater selbstverständlich wie aus dem eff eff super spielt, braucht gar nicht erwähnt zu werden, denn vor allem sind es die Leistungen von Karoline Herfurth und Florian David Fitz (der nebenbei erwähnt sogar das Drehbuch für diesen Streifen selbst verfasst hat), die hier den Film zu etwas Besonderem machen. Gerade die Dynamik, die zwischen diesen beiden entsteht ist wirklich hervorragend und beweist wieder einmal mehr als nur deutlich, dass auch deutsche Kinofilme sehr wohl ausgezeichnete Unterhaltung bieten können.

Die Meinung von irgendwelchen sogenannten 'Moralaposteln' vom Tagesspiegel ("klischeebeladen und unglaubwürdig") und ndrkultur ("es fehlt an Tempo und Rhythmus") kann ich dabei nicht wirklich nachvollziehen, denn natürlich sind hier Klischees enthalten, aber was ist daran schlimm, denn gerade dadurch erreicht man auch mehr Leute. Dennoch bleibt der Film nicht nur ernsthaft genug um nichts zu veralbern, sondern macht auch auf die Dramatik dieser 'Krankheiten' aufmerksam. Nicht umsonst hat der Film auch zahlreiche Preise eingeheimst und das zurecht! Und ob es dem Kollegen aus Norddeutschland nur deswegen an Tempo mangelte, weil er aufs Klo musste, weiß ich nicht, aber ich habe mich zu keiner Sekunde gelangweilt, sondern war zum Schluss eher überrascht, dass der Film bereits zu Ende war. 

Das Bild:
Erfreulicherweise wird im Format 1,85:1 und mit dem Codec MPEG-4/AVC präsentiert. Aufgrund der wunderschönen Panoramen (alleine die Aufnahmen in den Alpen sind wirklich sagenhaft!) und dem dazu passenden sehr guten Bild ist es eine wahrlich Augenfreude, dass die technische Umsetzung adäquat umgesetzt wurde. Vor allem die sehr gute Farbsättigung macht dadurch auf sich aufmerksam. Aber auch in Punkto Schärfe gibt es nichts zu meckern, auch wenn hier und da Einstellungsbedingt mal das Bild etwas zu weich wirkt oder aufgrund von dunklen Aufnahmen mal etwas Bildrauschen auftritt, aber das sind verschmerzbare Aspekte.

Der Ton:
Der Ton liegt erfreulicherweise in DTS-HD HR 5.1 vor und überzeugt durch eine sehr authentische Klangkulisse. Zwar bleibt der Sound zum Großteil sehr dialoglastig, aber immer klar verständlich, doch auch den Surroundlautsprechern soll es im Laufe des Filmes nicht zu langweilig werden, sondern reihen sich dezent aber bemerkbar ins Gesamtgeschehen ein und bieten einige sehr authentische Effekte (Bremsen, Übereilt Gas Geben, Tür knallen, etc...). Die Dynamik ist wirklich bemerkenswert sehr gut und reizt auch den Subwoofer an sich gut aus, wobei aber hier doch noch ein wenig mehr Arbeit bei der Abmischung geleistet hätte werden können. Aber nichts desto trotz bleibt die Tonspur HD-würdig.

Das Bonusmaterial:
- Making of (ca. 5 Min.)
- Interviews (ca. 15 Min.)
- Deleted Scenes (ca. 9 Min.)
- Blick hinter die Kulissen (ca. 4 Min.)
- Darsteller-Infos

Die Extras sind leider etwas kurz ausgefallen. Neben einem kurzen Making of (hätte gerne länger ausfallen können), gibt es noch einige sehr interessante Interviews Interviews (ca. 15 Min.) sowie ein sehr unterhaltsamer Audiokommentar mit Ralf Huettner, Florian David Fitz und Johannes Allmayer. Die Deleted scenes sind sehr interessant und bieten sogar auf gewisse Art und Weise ein paar weitere Informationen zum Film. Der Blick hinter die Kulissen ist an sich ganz nett, während bei den Darsteller-Infos lediglich ein paar Informationen auf Texttafeln geboten werden. Abgerundet werden die Special Features durch einige zusätzlich Trailer zu einigen weiteren deutschen Filmproduktionen. Leider ist danach auch Schluss, doch gerade bei diesem Film hätte ich doch ein wenig mehr erwartet. Naja, immerhin besser als gar nichts. 

Fazit:
Dennoch bleibt "Vincent will meer" ein wirklich herausragender Film, bei der sich meiner Meinung nach alleine wegen der herzergreifenden Geschichte der Kauf schon lohnt. Die technische Umsetzung ist wirklich HD-würdig und bietet kaum Grund zur Klage. Lediglich beim Bonusmaterial wurde leider etwas gespart, bietet aber dennoch ausreichend an zusätzlichen Informationen zum Film. Wer deutsche Filmproduktionen mag, sollte hier unbedingt mal reinschauen!

Wertung:
Story: 1-
Bild: 1-2
Ton: 2
Ausstattung: 3-4
Gesamt: 2
 
© Bildmaterial & Story Zusammenfassung Constantin Film

Testgeräte
TV: Samsung UE55F6500
Player: Sony BDP-S790
AV-Receiver: Denon AVR-1312
Lautsprecher: Front: Dali Zensor 5 & Dali Vocal / Rear: Dali Zensor 1

Review: Wrong Turn 6 - Last Resort (Blu-ray)

Wrong turn 6 - Last Resort

Story:
Eine mysteriöse Erbschaft führt Danny (Anthony Ilott) und seine Freunde nach Hobb Springs, ein längst in Vergessenheit geratenes Ferien-Resort in den waldigen Hügeln von West Virginia. Dort treffen sie auf das eigentümliche Ehepaar Jackson (Chris Jarvis) und Sally (Sadie Katz), die hier hin und wieder nach dem Rechten sehen. Als die beiden Danny plötzlich mit seiner grausigen Familiengeschichte konfrontieren, scheint es zu spät für einen Ausweg ...

Gerade im Horror Film Genre ist es nicht unüblich, dass der erste Teil recht erfolgreich läuft und qualitativ in Bezug auf den Unterhaltungswert am meisten überzeugt. Die Fortsetzungen hingegen schaffen es da nur sehr selten an den ersten Teil heranzureichen, was schon etliche Male deutlich bewiesen wurde. Dabei ist es fast schon ein Naturgesetz, dass die Qualität und Originalität von Mal zu Mal mehr abnimmt. So auch bei „Wrong turn“. War der zweite Teil noch recht unterhaltsam, hat es danach Regisseur und später auch Drehbuchautor Declan O'Brien mit "Wrong Turn 3: Left for Dead" (2009), "Wrong Turn 4: Bloody Beginnings" (2011) und "Wrong Turn 5: Bloodlines" (2012) geschafft, das Franchise immer weiter nach unten zu wirtschaften. Aus dem Grund ist es schon eine Wohltat, dass nun bei „Wrong turn 6 – Last Resort“ der eher unbekannte Valeri Milev auf dem Regiestuhl Platz nimmt. Wenn man berücksichtigt, dass der Film (laut IMDB) mit einem Budget von gerade mal 1,2 Millionen US Dollar produziert wurde, kann sich das vorliegende Ergebnis durchaus sehen lassen. Klar, ist die Erzählweise gleich gehalten, so dass zunächst erst einmal der bekannte Eröffnungskill ansteht, doch die Story um ein heruntergelassenes Hotel mitten im Wald, in dem Three Finger, Sawtooth und One Eye ihr Unwesen treiben, hat was, vor allem, wie sich die Story entwickelt. Klar, die Mutanten Truppe bietet in Bezug auf schwarzen Humor und die Art und Weise, wie sie ihre Opfer jagen nichts sonderlich neues, wobei auch die barbusigen Frauen nicht fehlen dürfen, die gerade für das männliche Publikum zusätzliche Schauwerte bietet, aber auf gewisse Art und Weise macht es hier die Mischung, bei dem auch die gut agierenden Schauspieler, die Horror Szenen und der Spannungsaufbau mitspielen. Dabei erfindet Valeri Milev mit „Wrong turn 6 – Last Resort“ das Horror Rad zwar nicht neu, bietet aber dennoch für Horrorfans sowie Fans der Reihe gute Unterhaltung.

Das Bild:
Aufgezeichnet mit digitalen Red One HD Kameras erscheint das Bild (1080p; 1,78:1) durchweg klar und sauber. Zwar sind hin und wieder ein paar Aliasing Effekte zu erkennen, was aber nur kurz und nicht sonderlich störend auffällt. Ansonsten ist das Bild recht ruhig ausgefallen. Abgesehen davon bewegt sich die Schärfe überwiegend auf einem sehr guten Niveau, wobei allerdings auch stellenweise leichte Abstriche hingenommen werden müssen, wobei dennoch gute Werte erzielt werden. Die Farben sind etwas kühl, aber dennoch kräftig und natürlich ausgefallen bei ausgewogenem Kontrast. Kompressionsspuren sind nicht aufgefallen.  

Der Ton:
Der Ton liegt in Deutsch und Englisch in DTS HD High Resolution 5.1 vorhanden. wobei zusätzlich noch eine Dolby Digital 2.0 Stereo Spur vorhanden ist. Die Abmischung ist als gutklassig zu bewerten. Der Mix klingt dabei recht ausgewogen in Bezug auf die Balance und die Dynamik und klingt entsprechend natürlich. Die Surroundeffekte könnten noch häufiger eingesetzt werden, erzeugen aber dennoch eine gute Räumlichkeit. Der Subwoofer bietet dabei nur selten kräftigere Bässe und hält sich eher zurück. Dennoch reicht diese Abmischung bei diesem Film vollkommen aus.

Das Bonusmaterial:
Leider befindet sich auf der deutsch-sprachigen Blu-ray lediglich der Original Kinotrailer zum Film sowie eine Trailershow zu Genrebeiträgen aus dem Hause Constantin / Highlight. Schade, denn der US-Import beinhaltet darüber hinaus noch die 3 Featurettes "Inheritance", "All The Kills in Them There Hills" und "Hobb Springs: A Place to Rest… In Peace". Zwar nicht viel aber immerhin besser als nichts. Wenigstens gibt es noch ein Wendecover oben drauf.  

Das Fazit:
„Wrong turn 6 – Last Resort“ ist endlich mal nach längerer Durststrecke eine gelungene Fortsetzung dieser Horror Filmreihe, auch wenn das Prequel nicht an den ersten Teil heranreicht. Dennoch dürften Fans der Reihe sowie des Genres in diesem Genrebeitrag gute unterhaltung finden, zumal der Film in der unrated Uncut Fassung vorliegt. 

Wertung:
Story: 3
Bild: 2+
Ton: 2
Ausstattung: 5-6
Gesamt: 3-
 
© Bildmaterial & Story Zusammenfassung Constantin / Highlight

Testgeräte
TV: Samsung UE55F6500
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AV-Receiver: Denon AVR-1312
Lautsprecher: Front: Dali Zensor 5 & Dali Vocal / Rear: Dali Zensor 1

Donnerstag, 5. März 2015

Review: Am Sonntag bist du tot (Blu-ray)

Am Sonntag bist du tot

Story:
Eigentlich will Dorfpriester James Lavelle (Brendan Gleeson) doch nur, dass es allen Menschen in seinem Provinznest an der irischen Küste gut geht. Doch seine Gemeinde schockt ihn regelmäßig durch ihren Hass und ihre Streitlust. Eines Tages, als der Geistliche die Beichte abnimmt, droht ihm eines seiner Schäfchen: „Am Sonntag bist du tot“ Nicht, dass der unbescholtene Priester etwas ausgefressen hätte. Er soll stellvertretend für einen anderen katholischen Priester sterben, der dem Gläubigen früher Schlimmes angetan hat, aber nicht mehr lebt. Immerhin hat sich vor knapp 2000 Jahren ja auch Jesus Christus für die Sünden der Menschheit geopfert und schuldlos auf dem Hügel Golgatha kreuzigen lassen. Das Beichtgeheimnis hindert den Priester daran, die Polizei einzuschalten. Also muss er sich selbst auf die Suche nach seinem zukünftigen Mörder machen. Eine turbulente Woche vergeht wie im Flug. Wird die raue Küste Irlands am Sonntag zu seinem ganz persönlichen Golgatha?

Das Ereignis dürfte wohl jeden überraschen oder gar schockieren, gesagt zu bekommen, dass man in einer Woche tot ist. Dass das ganze bei einer Beichte passiert, macht das Ganze skurriler, vor allem wenn der vermeintliche  Täter, das damit rechtfertigt, dass es nichts Außergewöhnliches wäre einen bösen Pfarrer zu töten, aber einen guten Pfarrer zu töten, aufsehenerregend wäre. Er bekommt lediglich noch bis zum nächsten Sonntag Zeit seine Angelegenheiten zu klären. Das sitzt und begleitet den Zuschauer den ganzen Film über, zumal das Finalereignis ja schon feststeht, lediglich mit ungewissem Ende. Der Weg ist hier wieder einmal das Ziel, denn nicht nur stellt sich bis zum Schluss die Frage, wer denn in dem irischen Örtchen vorhat, den gutherzigen und sympathischen Dorfpriester James Lavelle (Brendan Gleeson) zu ermorden, sondern auch die Zwischenereignisse regen beim Zuschauer die grauen Denkzellen an. Denn Lavelle hat noch einige Gespräche zu führen und das die ganze Zeit mit dem Gedanken im Hinterkopf, am kommenden Sonntag getötet zu werden. 
Gespräche mit Menschen, in denen das Leben auch nicht mehr so einwandfrei läuft, wie etwa der erfolglose Pub Besitzer, der resignierende, abgestumpfte Arzt, die depressive Tochter oder der Millionär mit zweifelhaftem Vermögen. Da geht es nicht nur um Schuld und Sühne, denn der Weg zu James persönlichen Golgatha(auf Englisch heißt der Film „Calvary“, dass damit gleichzusetzen ist) ist hart, schwer und unbequem, aber reinigend. Golgota, der Ort an dem der unschuldige Jesus stellvertretend für die Schuld aller gestorben ist. Dabei ist die Metaphorik sehr stark dargestellt worden, denn wie einst Jesus trägt Lavelle ebenfalls die Schuld seiner Gemeinde auf seiner Schulter, er ist ja schließlich ein guter Priester, der lediglich nicht die andere Wange hinhält, sondern ehrlich und direkt seine Meinung sagt. Wirklich großes Kino!

Schauspielerisch ist der Film grandios besetzt worden. Im Fokus steht ganz klar Brendan Gleeson, der wie nicht anders zu erwarten, erneut eine hervorragende Leistung abliefert und den brummeligen, aber ehrlichen Priester sehr gut und vor allem überzeugend spielt. In weiteren Rollen spielen aber ebenso Chris O'Dowd („Brautalarm“), Kelly Reilly („Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“), Domhnall Gleeson („Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 1 + 2“, der älteste Sohn von Brendan), Aidan Gillen („Game of Thrones“), Dylan Moran („Notting Hill“) oder Isaach de Bankolé („Casino Royale“) ihre Figuren sehr glaubwürdig. 

Bild:
Das Bild (2,35:1; 1080p) ist absolut einer Blu-ray würdig. Die Farben sind natürlich und eher kühl gehalten, was aber zu der tristen, trostlosen und düsteren Atmosphäre dieses bedrückenden und zum Nachdenken anregenden Drama passt. Der Kontrast ist durchweg ausgewogen. Die Schärfe bewegt sich auf einem guten bis sehr guten Niveau und sorgt für keinen wirklich nennenswerten Patzer. Der Schwarzwert ist kräftig. In ein, zwei dunklen Szenen ist die Durchzeichnung nicht die beste. Weitere Beeinträchtigungen sind allerdings nicht aufgefallen. 

Ton:
Der Ton liegt in Deutsch und Englisch in DTS HD MA 5.1 vor. Nennenswerte Unterschiede zwischen beiden Varianten sind nicht aufgefallen. Der Film ist sehr dialoglastig ausgefallen, so dass die Surroundkanäle nur selten angespielt werden. Lediglich der Score sowie vereinzelte Hintergrundgeräusche und direktionale Effekte sind über die hinteren Kanäle zu hören, was bei diesem Film ohnehin ausreicht, da man bei einem inhaltlich starken Film wie diesem auf ein Mehrkanal Effektgewitter verzichten kann. Die Dynamik ist gut, die Balance ausgewogen und der Klang stets natürlich, was letztendlich alles ist was zählt.

Bonusmaterial:
Als Bonusmaterial gibt es bei dieser Blu-ray einen Blick hinter die Kulissen, ein Featurette, ein B-Roll, ein paar Interviews sowie 2 Kinotrailer zum Film selbst. Darüber hinaus ist auch eine Trailershow mit weiteren Filmempfehlungen vorhanden. Sämtliche Beiträge liegen in HD sowie deutsch untertitelt vor. Ein Wendecover ist ebenfalls vorhanden.

Fazit:
„Am Sonntag bist du tot“ ist keine schwarzhumorige Komödie, wie sie schon häufig propagiert wurde, denn der Humor steht keineswegs im Vordergrund, dafür aber die deutlich dramatischen Elemente und Momente, die den Zuschauer direkt packen und zum Nachdenken anregen. Großes Kino, das auch schauspielerisch voll überzeugt.

Wertung:
Story: 1-2
Bild: 1-2
Ton: 2
Ausstattung: 3-4
Gesamt 2


© Copyright Bildmaterial, Trailer und Inhaltstext Ascot Elite

Testgeräte
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AV-Receiver: Denon AVR-1312
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Review: A most wanted Man (Blu-ray)

A most wanted Man


Da ist er also, der letzte Spielfilm mit dem Schauspieler  Philip Seymour Hoffman in der Hauptrolle. Noch ein letztes Mal erhalten die Fans die Möglichkeit, einen neuen Beitrag zu der umfang- und abwechslungsreichen Filmographie des herausragenden und charismatischen Darstellers zu erhalten. Wie zu erwarten, ist sein Beitrag erneut mehr als nur sehenswert ausgefallen, aber dazu später mehr.

Die Story:
Der rätselhafte Flüchtling Issa Karpov, halb Russe, halb Tschetschene, taucht von Folter gezeichnet in Hamburg auf. Er ist auf der Suche nach dem illegal erworbenen Vermögen seines verstorbenen russischen Vaters. Als er Kontakt zur islamischen Gemeinde aufnimmt, läuten sowohl beim deutschen als auch beim US-Geheimdienst die Alarmglocken. Nichts an diesem jungen Mann passt zusammen: Ist er Opfer, Täter, Betrüger oder ein extremistischer Fanatiker? Verwickelt in seine Geschichte werden die idealistische Anwältin Annabel Richter, der undurchsichtige Banker Thomas Brue und der geniale Strippenzieher Günther Bachmann, Leiter einer halboffiziellen Spionageeinheit, der innerhalb der deutschen Nachrichtendienste seine eigenen Kämpfe führt. Außerdem behält die CIA-Agentin vor Ort Martha Sullivan die Entwicklungen im Auge. Während die Uhr tickt und der explosive Höhepunkt immer näher rückt, wird Issa Karpov zum meistgesuchten Mann der Welt…


Bei diesem besagten Film handelt es sich um dem Krimi Thriller „A most wanted Man“ des niederländischen Regisseurs Anton Corbijn, der in den 80ern und 90ern Music Videoclips mit solch bekannten Musikern wie Depeche Mode, Metallica, Herbert Grönemeyer (der im vorliegenden Film sogar mal wieder in einer kleinen Rolle als Schauspieler zu sehen ist), Nirvana, Johnny Cash und vielen mehr drehte. Mit Filmen wie „Control“ oder „The American“ konnte er sich schließlich auch in den Kinos etablieren.
Die Handlung zu „A most wanted Man“ basiert auf dem im Original gleichnamigen Roman von John le Carré, welcher bereits Vorlagen zu Filmen wie „Das Rußland-Haus“, „Dame, König, As, Spion“ oder „Der ewige Gärtner“ lieferte. In der Story geht es um den illegal in Deutschland eingereisten  muslimischen Tschetschenen Issa Karpov, der im Verdacht terroristischer Aktivitäten steht und dabei von einer geheimen Antiterror-Einheit unter Leitung von Günther Bachmann verfolgt wird. Dieser wiederum hat schon seit längerem den muslimischen Gelehrten Dr. Faisal Abdullah im Visier, der wohl Terroristen finanziert. 

„A most wanted Man“ ist kein typischer amerikanischer Agenten Action Thriller, der es an allen Enden krachen lässt. Wer die Filme zu „Das Rußland-Haus“, „Dame, König, As, Spion“ oder „Der ewige Gärtner“ kennt, weiß, was auch hier zu erwarten ist. Im Fokus steht klar und deutlich eine intelligente und sehr authentische, aber nicht minder spannende Geschichte, die den Zuschauer mit starken Dialogen, einer hohen Glaubwürdigkeit sowie durchweg herausragenden Schauspielern sehr gut unterhält. Der Cast bestehend aus Philip Seymour Hoffman („Capote“, „Der Krieg des Charlie Wilson“), Rachel McAdams („Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“), Willem Dafoe („Shadow of the Vampire“, "Der englische Patient"), Nina Hoss („Die weiße Massai“), Grigoriy Dobrygin („How I Ended This Summer“), Robin Wright („Forrest Gump“), Daniel Brühl („Rush“), Kostja Ullmann („Rubinrot“), Rainer Bock („Hänsel und Gretel: Hexenjäger) und Martin Wuttke („Inglourious Basterds“) wurde hervorragend besetzt. Die schauspielerische Leistung ist außerordentlich glaubwürdig und liegt auf einem sehr hohen Niveau. Besser geht es kaum noch.

Das Bild:
Gedreht mit digitalen Arri Alexa Kameras zeichnet sich das Bild durch eine sehr gute Schärfe inklusive hohem Detailgrad aus. Weichere Abschnitte sind da nur Ausnahmeerscheinungen, auch wenn das Bild in dunkleren Szenen nicht ganz so brillant ausschaut, aber dennoch gute Schärfewerte erreicht. Die Farben sind recht kühl gehalten und fangen die Hamburger Atmosphäre in Verbindung mit diesem düsteren, ernsten Thema sehr gut ein. Dennoch erscheinen die Farben bei leicht erhöhtem Kontrast stets natürlich. Der Schwarzwert ist sehr kräftig. Durchzeichnungsprobleme konnten ebenso wenig wie Kompressionsspuren nicht erkannt werden. 
Der Ton:
Der Ton liegt in Deutsch und Englisch verlustfrei komprimiert in DTS-HD Master Audio 5.1 vor. Zwar ist der Film sehr dialoglastig ausgefallen, bietet aber dennoch eine sehr aktive Surroundkulisse, was in den zahlreichen Außenszenen deutlich wird. Umgebungsgeräusche sind da konstant auf allen Lautsprechern präsent und sorgen damit für eine tolle und vor allem authentische Räumlichkeit. Der Subwoofer unterstützt dieses akustische Szenario sehr gut. Darüber hinaus erweist sich die Dynamik als sehr umfangreich und ermöglicht einen natürlichen Klang. Die Dialoge sind dabei jederzeit klar zu verstehen.

Das Bonusmaterial:
  • Making-of (HD; ca. 16 min.)
  • Featurette: Spy Master – John le Carré in Hamburg (HD; ca. 10 min.)
  • Original Kinotrailer (HD; ca. 2 min.)
  • Trailershow (HD)
Leider ist das Bonusmaterial bei diesem herausragenden Film nur sehr knapp ausgefallen, was aber eine Anschaffung nicht verhindern sollte. Immerhin hat man bei den wenigen Beiträgen, die übrigens komplett in HD und deutsch untertitelt vorliegen, auf Qualität gesetzt und bietet dem interessierten Zuschauer ein sehr informatives Making of sowie das sehr interessante Featurette Spy Master – John le Carré in Hamburg, in dem der Autor zu seinen Hintergründen, seinen Büchern sowie der Handlung von „Marionetten“ der Romanvorlage zu „A most wanted Man“ berichtet. Dazu gibt es noch den Original Kinotrailer, eine Trailershow sowie ein Wendecover.

Das Fazit:
Wie bereits weiter oben geschrieben ist der Film kein reißerischer Action Film, bei dem es an allen Ecken und Enden knallt. Regisseur Anton Corbijn bietet einen dialoglastigen, intelligenten und authentischen Krimithriller, dem es aber an Spannung nicht mangelt. Für Fans von „Das Rußland-Haus“, „Dame, König, As, Spion“ oder „Der ewige Gärtner“ eine Pflichtanschaffung! 


Wertung:
Story: 1-2
Bild: 1-2
Ton: 1-2
Ausstattung: 4+
Gesamt 2

© Copyright Bildmaterial, Trailer und Inhaltstext Senator Film

Testgeräte
TV: Samsung UE55F6500
Player: Sony BDP-S790
AV-Receiver: Denon AVR-1312
Lautsprecher: Front: Dali Zensor 5 & Dali Vocal / Rear: Dali Zensor 1 
Special zu:

Review: American Horror Story - Season 3: Coven (Blu-ray)

American Horror Story - Season 3: Coven

Story:
Die Junghexen in „Miss Robichaux’s Akademie für außergewöhnliche junge Damen“ werden von Kräften der Unwissenheit und des Hasses heimgesucht. Neuankömmling Zoe, die selbst ein furchtbares Geheimnis mit sich trägt, gerät mitten in den schauerlichen Aufruhr hinein. Fiona (Jessica Lange), eine Oberhexe mit unvorstellbaren Kräften, will den Hexenzirkel schützen, aber bei ihrem obsessiven Streben nach Unsterblichkeit trifft sie auf eine unheimlich begabte Voodoo-Königin (Angela Bassett) und eine mordlustige Sklaventreiberin (Kathy Bates), die zu ewigem Leben verdammt sind.

Das doofe bei Fernsehserien ist ja immer, dass es abgesehen bei Sitcoms sehr schwer fällt als Quereinsteiger in einer weiteren Staffel neu einzusteigen. Da kommt "American Horror Story" ins Spiel, denn da jede Staffel in sich abgeschlossen ist und mit jeder neuen eine weitere Handlung beginnt, eignet sich dieses Format wunderbar dazu auch bei einer späteren Staffel einzusteigen. Allerdings besteht dabei natürlich auch die Gefahr, dass man durch zuviel Innovation es sich mit den alten Fans vergrault. Auch da kommt "American Horror Story" ins Spiel, denn die dritte Staffel hat einige Zuschauer doch verärgert. Dabei war es weniger die schaurig gruslige Hexenschule Handlung, sondern die stark in Vordergrund getretenen humorvollen Elemente an Ironie,  Sarkasmus und Zynismus. 

Ansichtssache, denn tatsächlich passt dieses Element doch ganz gut in die Handlung der erneut 13 Episoden umfassenden Staffel. An den bekannten morbiden Horror Elementen mangelt es allerdings ebenso wenig wie an einer komplexen, vielschichtigen Story, die aber nach wie vor spannend und mit vielen Überraschungen versehen erzählt wird.

Der Cast ist wie gewohnt sehr gut besetzt. Mit Jessica Lange, Sarah Paulson, Angela Bassett, Danny Huston, Denis O'Hare, Leslie Jordan,  Emma Roberts, Jamie Brewer, Josh Hamilton und Kathy Bates  wurde diese Staffel zudem sehr prominent besetzt, was sich aber auch in der Glaubwürdigkeit der einzelnen Figuren bemerkbar macht, denn schauspielerisch gibt es nichts zu beanstanden. Gerade die häufige Überzeichnung der Figuren gehört zu diesem Format ja schon dazu. 

Das Bild:
Im Grunde hat sich qualitativ zu den vorigen Staffeln nichts verändert. Die Bildqualität ist im Großen und Ganzen als gutklassig zu bezeichnen und entspricht dabei gutem bis sehr gutem HDTV Niveau. Wie bereits gewohnt wurde gerne und zahlreich auf Stilmittel zurückgegriffen, so dass Schärfe, Filmkorn (gedreht wird nach wie vor analog), Farben, Kontrast, Schwarzwert und Durchzeichnung nicht ausgewogen erscheinen so dass keine konstanten Bestwerte erreicht werden. Dennoch ist das Bild weit davon entfernt, schlecht zu sein. Allerdings sollte man kein glattgebügeltes Referenzbild erwarten. Am Transfer liegt das aber keineswegs, sondern vielmehr an den bewusst eingesetzten Stilmitteln, die charakteristisch für den Stil dieser Serie sind.   
Der Ton:
Der deutsche Ton liegt in DTS 5.1 vor und muss sich dabei keineswegs hinter dem englischen Pendant verstecken, da dieser lediglich ein wenig dynamischer klingt, ansonsten aber keine nennenswerten Unterschiede bietet. Für eine Serie wird dabei eine sehr aktive Klangkulisse mit vielen räumlichen Effekten geboten. Darüber hinaus darf auch der Subwoofer häufiger in Aktion treten und eine kräftige Bässe abliefern. Die Dynamik ist ebenfalls wirklich gut. Dazu sind auch die Stimmen immer klar verständlich und erweisen sich in der deutschen Synchronisation sogar noch ein wenig klarer. 

Das Bonusmaterial:
•    Zombie Halloween (HD; 10:22 min.)
•    Der Hexenzirkel (HD; 16:16 min.)
•    Ms. Nola (HD; 11:58 min.)

Das Bonusmaterial schaut schon arg kompakt aus. Immerhin bieten die 3 Beiträge, die darüber hinaus komplett in HD und deutsch untertitelt vorliegen, dessen ungeachtet eine längere Spielzeit und dadurch doch aufschlussreiche Informationen zu dieser Staffel. Im Übrigen sei geraten, die Featurettes erst nach dem Anschauen der aktuellen Staffel anzuschauen, da ansonsten Handlungsrelevante Informationen weitergegeben werden.

Das Fazit:
Die dritte Staffel zu "American Horror Story" mit dem Untertitel "Coven" spaltet die Fangemeinde, bringt dafür aber eine ordentliche Portion Innovation mit ein. Mit etwas Abstand betrachtet ist diese Staffel aber bei weitem nicht so schlecht wie oftmals behauptet und definitiv einen Blick wert! 

Wertung:
Story: 2
Bild: 2-
Ton: 2-
Ausstattung: 4
Gesamt 2-3
© Copyright Bildmaterial und Inhaltstext 20th Century Fox

Testgeräte
TV: Samsung UE55F6500
Player: Sony BDP-S790
AV-Receiver: Denon AVR-1312
Lautsprecher: Front: Dali Zensor 5 & Dali Vocal / Rear: Dali Zensor 1

Montag, 2. März 2015

Review: Stonehearst Asylum - Diese Mauern wirst du nie verlassen (Blu-ray)

Stonehearst Asylum - Diese Mauern wirst du nie verlassen


Es gibt hin und wieder Filme, die alles besitzen um groß rauszukommen und erfolgreich zu sein, aber dann doch nur ein Geheimtip bleiben und dabei oftmals nur direkt für den Heimkinomarkt veröffentlicht werden. "Stonehearst Asylum - Diese Mauern wirst Du nie verlassen" gehört zu dieser Sorte Film.
Die Story:
Am Weihnachtsabend 1899 erreicht Edward Newgate (Jim Sturgess) die abgelegene Irrenanstalt Stonehearst. In der Einrichtung für psychisch kranke Menschen möchte er von Dr. Lamb die modernsten Techniken und Methoden im Umgang mit Geisteskrankheiten erlernen. Anders als üblich werden die Insassen hier nicht betäubt oder gefesselt, sondern können sich frei entfalten und ihren Wahnsinn ausleben. Unter den Patienten der Einrichtung befindet sich auch Eliza Graves, die von Anfang an eine geheimnisvolle Anziehung auf Edward ausübt. Als Edward jedoch verdächtigen Geräuschen in die dunklen Keller des Gebäudes folgt, entdeckt er einen eingesperrten Mann, der behauptet, der eigentliche Leiter der Einrichtung zu sein. Um Dr. Lamb zu stoppen, muss Edward es schaffen, die geheimnisvolle Patientin Eliza Graves zu überzeugen, ihm zu helfen…

Nehmen wir alleine mal die Bestandteile: Regie führt Brad Anderson, der schon bei Filmen wie "The Machinist" oder "The Call – Leg nicht auf!" auf dem Regiestuhl Platz nahm und beweisen durfte, dass er Geschichten spannend umsetzen kann. Dazu die story, die auf der Edgar Allan Poe Kurzgeschichte "The System of Doctor Tarr and Professor Fether" basiert. Und zu guter letzt der Allstar Cast bestehend aus Jim Sturgess ("50 Dead Men Walking – Der Spitzel"), Kate Beckinsale ("Underworld" Filmreihe), Michael Caine ("Mr. Morgan’s Last Love", "Die Unfassbaren - Now you see me, now you don´t"), Ben Kingsley ("Ghandi", "Prince of Persia - der Sand der Zeit"), David Thewlis ("Harry Potter" Filmreihe, "7 Jahre in Tibet"), Sinéad Cusack ("Tödliche Versprechen – Eastern Promises" oder Brendan Gleeson ("Edge of Tomorrow", "The Company You Keep – Die Akte Grant"), die ihre Rollen allesamt sehr überzeugend spielen.

Warum der Film so unbekannt ist, entbehrt sich mir jeglicher Logik, denn auch wenn es hin und wieder den Anschein hat, dass Regisseur Anderson die Katze zu früh aus dem Sack gelassen hat, hält er den Zuschauer die restliche Spielzeit über mit zahlreichen Überraschungen und unvorhersehbaren Wendungen bei Laune und sorgt damit für Kurzweile und sehr gute Unterhaltung. Zwar sind doch hin und wieder die ein oder andere Darstellung ein wenig konstruiert (versteckte Krankenakte) oder etwas vorhersehbar, aber das stört kaum weiter.

Ok, die Handlung ist dabei zwar etwas komplex und nicht gerade geradlinig ausgefallen, aber das sollte wohl niemanden davon abhalten, einen Blick bei diesem Drama Thriller zu riskieren.


Das Bild:
Wie bei einem aktuellen Film zu erwarten gibt es beim Bild kaum etwas zu beanstanden. Bis auf wenige Ausnahmen ist der Detailgrad sehr hoch bei sehr guter Feinzeichnung und sehr guten Schärfewerten. Vereinzelt macht sich dabei eine gute Plastizität bemerkbar. Die Farbwiedergabe ist sehr natürlich bei ausgewogenem Kontrast. Die Farben sind eher kühl gehalten, was sehr gut zur düsteren und bedrückenden Atmosphäre des Filmes passt. Der Schwarzwert ist tief gehalten. Durchzeichnungsprobleme sind in den zahlreichen dunkleren Szenen nicht zu erkennen. Kompressionsspuren sind ebenfalls nicht auffällig gewesen.


Der Ton:
Der Ton liegt in Deutsch und Englisch verlustfrei in DTS-HD Master Audio 5.1 vor. Insgesamt ist die Abmischung zwar großteils eher frontlastig ausgefallen. Dennoch sind recht häufig diffuse und direktionale Hintergrundgeräusche zu hören. Außerdem verteilt sich die düstere Musik des Soundtracks über sämtliche Lautsprecher und erzeugt somit eine zusätzliche schaurige Atmosphäre. Die Dynamik ist gut und ausgewogen. Die Sprachverständlichkeit ist stets sehr gut. Der Subwoofer präsentiert sich zwar großteils zurückhaltend, darf aber auch hin und wieder einige kräftige Bässe aus seiner Membran zaubern.

Das Bonusmaterial:
Trailer zum Film
Trailershow
Wendecover
Filmbezogene Extras gibt es abgesehen von einem Trailer zum Film nicht wirklich. Als kleines Trostpflaster gibt es noch eine Trailershow zu weiteren Universum Veröffentlichungen sowie ein Wendecover oben drauf.

Das Fazit:
"Stonehearst Asylum - Diese Mauern wirst Du nie verlassen" ist ein sehr empfehlenswerter Drama Thriller, der zu unrecht als Geheimtipp gehandelt werden muss. Klar, es wird nicht gerade leichte Kost geboten, aber dennoch lohnt sich ein Blick. 


Die Wertung:
Story: 2
Bild: 1-2
Ton: 2
Ausstattung: 5
Gesamt 2-3

Testgeräte:  
TV: Samsung UE55F6500
Player: Sony BDP-S790
AV-Receiver: Denon AVR-1312
Lautsprecher: Front: Dali Zensor 5 & Dali Vocal / Rear: Dali Zensor 1
Anbieter: Universum Film

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