Montag, 16. Februar 2015

Review: Der englische Patient (Blu-ray / Award Winning Collection)

Der englische Patient

Es gibt immer mal wieder Filme, die durch eine besondere Geschichte hervorstechen. Da passt einfach alles. Die Story, die Darsteller, das Setting, die Atmosphäre, die Musik, und so weiter. Kein Wunder also, dass diese Titel dann auch entsprechend viele Preise einheimsen. So auch „Der englische Patient“, der bei der Oscarverleihung 1997 insgesamt neun Academy Awards, unter anderem für den Besten Film und die Beste Regie gewann. Doch nicht nur die Kritiker waren von dem Film, der nebenbei erwähnt über zweieinhalb Stunden dauert, angetan. Bei einem Budget von 27 Millionen US-Dollar spielte er weltweit fast 232 Millionen US-Dollar an den Kinokassen wieder ein.

Der Film basiert übrigens auf dem gleichnamigen Roman des kanadischen Schriftstellers Michael Ondaatje, der wiederum sich lose an der Biographie des ungarischen Grafen Ladislaus Almásy orientierte. 



Die Story:
Italien während des Zweiten Weltkriegs: In einem verlassenen Kloster pflegt die Schwester Hana den ungarischen Grafen Almásy, der mit seinem Flugzeug von den Nazis abgeschossen wurde und bis zur Unkenntlichkeit verbrannt ist. Ganz allmählich beginnt sich Almásy an seine tragische Romanze mit der verheirateten Katharine zu erinnern.

Fest im Drama verwurzelt, sind es gerade die romantischen Elemente, die für eine hohen emotionalen Kontrast sorgen. Regisseur Anthony Minghella ist es mit seiner Leinwandadaption gelungen, den Zuschauer trotz der hohen Spielzeit von der ersten bis zur letzten Sekunde zu fesseln. Das gelingt ihm dabei nicht nur aufgrund des hervorragenden Settings, den epischen Kulissen sowie den wunderbaren Panoramen, sondern auch zahlreichen überraschenden Wendungen, die den Zuschauer mit massenweise Kurzweile versorgen. Dazu ein fantastischer Schluss, der besser nicht inszeniert sein könnte, auch wenn da 1, 2 Ereignisse ein klein wenig deplatziert erscheinen, was aber nicht wirklich stört. 


Der Erzählfluss der Story ist insgesamt schön ausgewogen, so dass auch keine Elemente verworren, konfus oder komplex erscheinen. Die Gefahr könnte nämlich locker bestehen, wenn man im Nachhinein so darüber nachdenkt. Dazu kommt noch der starke romantische Aspekte, der hier in einem Rückblick erzählt wird. Eine Liebe, die nicht sein soll, aber dennoch besteht. Die zwei sich Liebenden stellen sich dabei allen Widrigkeiten, was auch die Drama Elemente stark in den Vordergrund rücken lässt. Eine Liebe, die weh tut, so schön ist sie. Eine Liebe, die zur Verzweiflung führt und das in einer Zeit in der auf der ganzen Welt Krieg herrscht. Diese wird von den beiden Hauptdarstellern Ralph Fiennes und Kristin Scott Thomas wunderbar dargestellt. Man könnte schon behaupten, dass beide die wohl beste Leistung ihres Lebens abgeliefert haben. Zwar wurden beide auch jeweils als beste Hauptdarsteller für einen Oscar nominiert, mussten sich aber ihren Konkurrenten (Geoffrey Rush für „Shine – Der Weg ins Licht“ und Frances McDormand für „Fargo“) geschlagen geben. Nichtsdestotrotz: Die beiden füllen ihre Rollen mit Leben, stellen eine Verbindung zum Zuschauer her und lassen diesen mit sich mitfiebern. Bei jedem Schicksalsschlag fühlt man sich da selbst ergriffen und spürt förmlich ihre Tragödie aber auch ihre Leidenschaft. Doch auch die übrigen Darsteller wie etwa Juliette Binoche, Willem Dafoe, Naveen Andrews, Colin Firth oder Jürgen Prochnow liefern sehr gute Darstellungen ab, wobei gerade Binoche zurecht auch den Oscar für die beste Nebendarstellerin erhalten hat. 
Bild
Bei einem Backkatalog Titel heißt es für Fans des entsprechenden Films oft bangen, wie gut oder schlecht der Transfer der Mastervorlage gelungen ist, gerade weil man oftmals die bisherige DVD austauschen möchte. Gleich vorneweg: Diese Blu-ray Wiederveröffentlichung ist identisch mit den bisherigen Blu-ray Releases dieses Titels, d.h. der Transfer lässt noch ordentlich Raum nach oben. Immerhin – auch wenn das ein schwacher Trost ist – lohnt sich dennoch ein Upgrade von der DVD. 


Zur Blu-ray: Die Schärfe bei diesem HD Transfer ist ganz ok, wobei sich vor allem in Nahaufnahmen eine gute Schärfe bemerkbar macht. Ansonsten ist das Bild insgesamt schon etwas weich ausgefallen. Es hat den Anschein, dass da mit einer digitalen Rauschunterdrückung sowie einer Nachschärfung gearbeitet wurde, zumal auch stellenweise Doppelkonturen auffallen. Im Vergleich zur DVD ist der Kontrast richtig gut ausgefallen, könnte aber noch höher sein. Die Farben sind natürlich, wenn auch etwas entsättigt, was aber gut zur Stimmung des Filmes passt. Insgesamt ist der Transfer sauber und zeigt nur sehr selten Schmutzpartikel. Kompressionsspuren sind hingegen nicht aufgefallen. 


Bild: 1,85:1 1080/24p Full HD 

Ton
Der Ton weiß sich da besser in Szene zu setzen. Dieser liegt übrigens verlustfrei komprimiert in Englisch und Deutsch in DTS HD Master Audio 5.1 vor. Obwohl der Film sehr dialoglastig ausgefallen ist, machen sich in einigen Szenen dank schön platzierter direktionaler Effekte eine schöne Räumlichkeit bemerkbar, zumal der Score ohnehin ebenso über sämtliche Kanäle wiedergegeben wird. In den „Action“-lastigeren Szenen wie etwa dem Flugzeugabsturz darf auch der Subwoofer zeigen was in ihm steckt und bietet da kräftige Bässe. Die Dynamik ist gut und auch die Balance erweist sich als ausgewogen, so dass die Dialoge immer gut zu verstehen sind. Störgeräusche sind nicht aufgefallen. 


Sprachen/Ton: Deutsch, Englisch (5.1 DTS-HD MA)
Untertitel: Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte


Bonusmaterial:
  • Trügerischer Sand – Auf der Spur des „englischen Patienten“
  • Verschollen im Meer der Trockenheit – Die Wüste des „englischen Patienten“
  • 'Ein historischer Blick auf den realen Graf Almasy
  • Making of
  • Im Gespräch mit den Filmemachern; Interviews mit Cast & Crew
  • Über den Romanautor Michael Ondaatje
  • Hörfilmfassung für Sehbehinderte
  • Deleted Scenes mit Erläuterungen von Anthony Minghella
  • Audiokommentar mit den Filmemachern
  • Trailer
  • BD-Live
Das Bonusmaterial entschädigt noch einmal zusätzlich das problematische Bild, da insgesamt über 5 Stunden an Extras hier auf die Disc mit draufgepackt wurden. Da gibt es Gewöhnliches wie zwei Audiokommentare, ein Making of, Interviews mit Cast &Crew sowie einige entfernte Szenen (sogar mit Erklärungen von Regisseur Anthony Minghella, aber auch sehr ausführliche Featurettes wie etwa insgesamt 3 Dokumentationen über den wahren Grafen Almasy. Dazu gibt es noch die Hörfilmfassung für Sehbehinderte sowie eine BD Live-Funktion. Zwar liegen nahezu alle Features nur in SD vor, was aber den Informationsgehalt nicht mindert. Ein Wendecover ist ebenfalls vorhanden. 

Fazit:
„Der englische Patient“ ist ganz großes Kino und hat zurecht im Jahr 1997 insgesamt 9 Oscars abgeräumt. Nun erscheint dieser Titel erneut innerhalb der Academy Award Edition auf Blu-ray. Wer den Film noch nicht besitzt, sollte dieses cineastische Manko schnell beseitigen und sich den Film anschauen.

Wertung:
Story: 9
Bild: 6,5
Ton: 8,5
Ausstattung: 10
Gesamt 9 


© Bildmaterial, Story Beschreibung und Trailer Studiocanal

Testgeräte
TV: Samsung UE55F6500
Player: Sony BDP-S790
AV-Receiver: Denon AVR-1312
Lautsprecher: Front: Dali Zensor 5 & Dali Vocal / Rear: Dali Zensor 1

Review: Hüter der Erinnerung - The Giver (Blu-ray)

Hüter der Erinnerung - The Giver

Filme, die eine dystopische Zukunft zeigen, finden immer ihr Zielpublikum, vor allem im Moment, wo Filme wie „Die Tribute von Panem“, „Maze Runner“ oder „Die Bestimmung – Divergent“ die Massen in die Lichtspielhäuser ziehen. So auch bei „Hüter der Erinnerung - The Giver“, einer Geschichte, die auf dem gleichnamigen Roman von Lois Lowry basiert und im Jahr 2048 spielt. Darin lebt der 16jährige Jonas in einer Welt, die perfekt erscheint. Es gibt keinen Krieg, kein Leid, keine Sorgen, keine Hungernöte, überall Friede und Freude. Dafür ist die Welt komplett in Schwarz Weiß. Als Jonas zum Hüter der Erinnerung kommt, um von ihm zu lernen, entdeckt er aber auch die andere, bunte Seite der Welt, die ihm wesentlich besser gefällt, was in allerdings unverhofft in Gefahr bringt.  

Die Story:

Der 16 Jahre alte Jonas lebt in einer scheinbar idealen Welt. Es gibt keine Kriege, keine Armut, keine Gewalt. Doch die Menschen zahlen einen hohen Preis: Sie kennen weder Liebe noch Freude oder Farben, in ihrer Gemeinschaft ist alles grau und gleich. Denn der Rat der Ältesten bestimmt über das gesamte Leben, von der Geburt über die Hochzeit bis zum Tod. Die Vorsitzende des Ältestenrates ernennt Jonas zum neuen „Hüter der Erinnerung“. Sein Amtsvorgänger lehrt ihn all das Wissen, das er stellvertretend für die gesamte Menschheit bewahren soll. So erfährt Jonas von einer Welt der Unvollkommenheit und Aggressionen, aber auch der Liebe und Solidarität. Als er merkt, dass die schöne neue Welt der Gemeinschaft auf Lügen und Verbrechen basiert, will Jonas die Menschen, die er liebt, retten. Doch bislang hat es niemand geschafft, die Gemeinschaft lebend zu verlassen …
 
Das kommt ja schon fast bekannt vor und erinnert doch irgendwie an Filme wie „Gattaca“, „Equilibrium“, „Pleasantville“) oder auch ansatzweise an „Die Tribute von Panem“. Zudem sprießen Filme wie „Hüter der Erinnerung - The Giver“, die alle irgendwie in der Zukunft spielen und an einer Person das Schicksal abhängt nahezu aus dem Boden – Stichwort „Seelen“ oder „Divergent“, etc….

Allerdings besitzt „Hüter der Erinnerung - The Giver“ doch einen hohen Unterhaltungswert, was nicht nur der guten Story zu verdanken ist, sondern auch der tollen schauspielerischen Leistungen von Darstellern wie Brenton Thwaites (The Signal), Jeff Bridges („The Big Lebowski“), Katie Holmes („Batman begins“), Meryl Streep (“Mamma Mia” oder Taylor Swift („Valentinstag“) zu verdanken ist, die ihre Rollen zwar nicht Oscar-reif aber der Handlung entsprechend doch sehr glaubwürdig und natürlich spielen. 

Dennoch entwickelte der Film sich leider zu einem Enttäuschung an den Kinokassen und spielte bei einem Budget von verhältnismäßig schlappen 25 Millionen US Dollar gerade mal 67 Millionen US-Dollar wieder ein. Dabei ist der Film nicht schlecht ausgefallen. Naja, es wäre eventuell nicht schlecht gewesen, wenn man sich an manchen Stellen etwas mehr Zeit gelassen und auf eine Handvoll Elemente etwas detaillierter eingegangen wäre. Abgesehen davon gibt es aber nicht wirklich viel zu beanstanden. Die Geschichte wurde spannend und kurzweilig umgesetzt und inszeniert und auch die Darstellung der Story wurde gut visualisiert und umgesetzt, zumal auch das Setting sehr stimmungsvoll ausgefallen ist.

Bild
Das Bild wird in „Hüter der Erinnerung - The Giver“ sowohl in Schwarz Weiß als auch in Farbe dargestellt, was alleine den Inhalt der Geschichte sehr gut transportiert. Sowohl die Schwarz Weiß als auch die Farbwiedergabe lebt dabei von einem sehr gut eingestellten Kontrast, wobei sich in diesem Zusammenhang keinerlei Störungen bemerkbar machen. Beeinträchtigungen wie etwa Rauschen haben sich ebenfalls nicht bemerkbar gemacht. Die Farben (wenn vorhanden) sind stets natürlich und kräftig bei guter Sättigung. Darüber hinaus bietet die Schärfe überwiegend sehr gute Werte, so dass nur selten weichere Abschnitte zu sehen sind und dafür ein hoher Detailgrad dominiert. Kompressionsspuren sind ebenfalls nicht auffällig gewesen. 

Ton
Wie bei Studiocanal nicht anders zu erwarten liegt der Ton in Deutsch und Englisch verlustfrei komprimiert in DTS HD Master Audio 5.1 vor. Die Surround Abmischung hat dabei einiges zu bieten, wobei in vielen Szenen eine hervorragende Räumlichkeit vorherrscht, die sämtliche Kanäle mit einbezieht und den Zuschauer mit in das Geschehen einbezieht. Der Subwoofer präsentiert sich da zwar etwas eher zurückhaltender, darf aber auch stellenweise zeigen was in ihm steckt. Die Dynamik ist gut und die Balance ausgewogen. Die Dialoge sind jederzeit sehr gut zu verstehen.

Tonspuren: Deutsch DTS HD Master Audio 5.1, Englisch DTS HD Master Audio 5.1
 
Bonusmaterial
  • Featurette „Ordinary Human“ mit Ryan Tedder von OneRepublic
  • Vom Buch auf die Leinwand
  • Autor Lois Lowry über „The Giver"
  • Jeff Bridges präsentiert: Höhepunkte von der Buchlesung
  • Jonas qualvolle Reise – Extended Scene
  • Pressekonferenz mit Filmemachern & Cast
  • Trailer
An Bonusmaterial soll es nicht mangeln. Bis auf einen Beitrag sind sämtliche Beiträge komplett in HD auf diese Blu-ray gepackt worden. Bei dieser Ausnahme handelt es sich allerdings um eine private Aufnahme von Jeff Bridges, der vor ca. 20 Jahren eine Lesung dieses Romans in seinem Haus zusammen mit Familie und Freunden organisiert hat. In der Tat sehr exklusiv. Dazu gibt es noch etliche Featurettes, die sich mit dem Score, der Autorin, der Leinwandadaption sowie der Pressekonferenz befassen. Dazu gibt es noch eine erweiterte Szene oben drauf. In der Summe sind das fast 2 Stunden an Spielzeit alleine bei den Extras. Zwar hätte sich der ein oder andere sicherlich noch über ein Audiokommentar oder einzelne Interviews gefreut, aber auch so wird eine Menge an informativen Informationen zum Film geboten.

Fazit:
So schlecht, wie mancherorts zu lesen war, ist „Hüter der Erinnerung - The Giver“ eigentlich gar nicht, hat aber schon ein paar Chancen verspielt das vielgepriesene Buch entsprechend umzusetzen. Dennoch wird in den gut anderthalb Stunden Spielzeit kurzweilige und auch spannende Unterhaltung geboten. Genre-Fans des Young Adult Action Kinos dürfen gerne ein Auge riskieren.

Wertung:
Story: 2-3
Bild: 1-2
Ton. 2-
Ausstattung: 2  
Gesamt 2


© Bildmaterial & Story Zusammenfassung Studiocanal

Testgeräte
TV: Samsung UE55F6500
Player: Sony BDP-S790
AV-Receiver: Denon AVR-1312 
Lautsprecher: Front: Dali Zensor 5 & Dali Vocal / Rear: Dali Zensor 1

Sonntag, 15. Februar 2015

Review: Madame Mallory und der Duft von Curry (Blu-ray)


Madame Mallory und der Duft von Curry

Der schwedische Regisseur Lasse Hallström, der mit Filme wie Safe Haven – Wie ein Licht in der Nacht, Chocolat ... ein kleiner Biss genügt!, Gottes Werk und Teufels Beitrag oder Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft eine Menge Fans gewinnen konnte, meldet sich mit der Literatur Verfilmung "Madame Mallory und der Duft von Curry" auf die große Leinwand zurück. 

Die Story:
Hassan Kadam (Manish Dayal) ist ein junger, talentierter Koch mit dem Äquivalent zum „absoluten Gehör“ – dem „absoluten Geschmack“. Die Familie Kadam verlässt ihre Heimat Indien, angeführt von Familienoberhaupt „Papa“ (Om Puri), und landet über Umwege in dem idyllischen Dörfchen Saint-Antonin-Noble-Val im Süden Frankreichs – genau der richtige Ort, um ein indisches Restaurant zu eröffnen, entscheidet Papa. Das wiederum gefällt Madame Mallory (Helen Mirren) gar nicht: Die unterkühlte Französin ist Chefin des „Le Saule Pleureur“, einem mit dem Michelin Stern ausgezeichneten französischen Restaurant, nur wenige Schritte entfernt von dem neuen, lebhaften indischen Lokal der Familie Kadam. Und so findet Hassan sich plötzlich in einer handfesten Restaurantfehde zwischen seiner indischen Großfamilie und ihrem „Maison Mumbai“ auf der einen Seite und der alteingesessenen Madame Mallory auf der anderen Seite wieder. Bis sich Hassans Leidenschaft sowohl für französische Haute Cuisine als auch für Madame Mallorys bezaubernde Sous-Chefin Marquerite (Charlotte Le Bon) vereint mit seiner wunderbaren Gabe, die Köstlichkeiten beider Kulturen zu verbinden und Saint-Antonin-Noble-Val mit unwiderstehlichen Aromen zu durchdringen, die selbst Madame Mallory nicht ignorieren kann. Anfangs noch Madame Mallorys kulinarischer Rivale, erkennt sie schon bald Hassans einzigartiges Talent als Koch und nimmt ihn unter ihre Fittiche. 

Man merkt wirklich, dass der schwedische Filmemacher sein Handwerk in Bezug auf emotionale Filme versteht. Filme, die Tiefgang aufweisen, natürlich erscheinen, auch wenn die Geschichten dazu einzigartig und stellenweise doch nur der Fantasie eines Autoren entsprungen sind, Filme in denen eine Botschaft steckt und diese nie mit dem erhobenem Finger ermahnt aber dennoch zwischen Gut und Böse unterscheiden lässt. In diese Kerbe schlägt auch "Madame Mallory und der Duft von Curry". Ein Film, in dem es nicht nur um die kulinarischen Köstlichkeiten der indischen und französischen Küche geht, sondern vielmehr um Liebe, aber auch Trauer, Tod, Hass, Zwietracht, Intoleranz und Vorurteile. Dabei geligt es Hallström wunderbar, diese Elemente sehr gut darzustellen, aber auch positive Gefühle zu erwecken, zu zeigen, dass daraus auch Gutes entstehen kann, dass es eine positive Zukunft gibt, auch wenn man Verluste zu erleiden hatte. Und auch einfach nur, dass es dass Schicksal, auch wenn es zunächst anders ausschaut, auch manchmal einfach nur gut mit einem meint. Dabei ist die Leinwandadaption des Romans „The Hundred-Foot Journey“ von Richard C. Morais gewiss kein Feel-good Movie, aber ein wunderbar emotionaler Film, der in seiner Spielzeit auch aufgrund der tollen schauspielerischen Leistung von Helen Mirren (Hitchcock), Manish Dayal, Charlotte Le Bon sowie Om Puri für hervorragende Unterhaltung sorgt.

Das Bild:
  •  21:9 (2,40:1) @1080p (MPEG-4/AVC)
Der Film wurde mit analogen 35mm Panaflex Millenium XL Kameras gedreht, was der optischen Darstellung mit dem feinen, unaufdringlichen und natürlichen Filmkorn für einen schönen authentischen Look sorgt. Die Schärfe bewegt sich auf einem überwiegend sehr hohen Niveau bei hohem Detailgrad. Die Farben sind kräftig und klar bei solide eingestelltem Kontrast. Gerade die Gesichtsfarben werden sehr natürlich wiedergegeben. Der Schwarzwert ist kräftig bei ausgezeichneter Durchzeichnung. Die Kompression arbeitet auf hohem Niveau und hinterlässt keine Spuren. Aliasing, Blockartefakte oder ähnliche Beeinträchtigungen sind keine aufgefallen. 
Der Ton:
  • Deutsch - DTS-HD HR 5.1
  • Deutsch - Dolby Digital 2.0
  • Englisch - DTS-HD HR 5.1
Trotz der Tatsache, dass es sich bei diesem Film um ein humvorvolles Romantik Drama handelt, machen sich dennoch häufig toll platzierte Surroundeffekte bemerkbar, die für eine wunderbar natürliche Räumlichkeit sorgen. Das wird durch die sehr gute und authentische Dynamik sehr gut unterstützt. Der Bass könnte indes zwar noch ein wenig kräftiger sein, wobei der Subwoofer dennoch nicht tatenlos in der Eckte steht. Die Balance ist ausgewogen, so dass auch die Dialoge stets klar verständlich bleiben. 


Das Bonusmaterial:
  • „Madame Mallory und der Duft von Curry“ mit Steven Spielberg und Oprah Winfrey (HD; ca. 12 min.)
  • Am Set mit Oprah Winfrey (HD; ca. 4 min.)
  • Coconut Chicken (HD; ca. 5 min.)
  • Das Rezept, die Zutaten, die Reise (HD; ca. 16 min.)
  • Original Kinotrailer in Deutsch und Englisch (HD; ca. 4 min.)
Das Bonusmaterial bietet zwei Featurettes, welche die Produzenten bei ihrer Arbeit zeigen und diese ein wenig näher erklären. Dabei gibt es einige interessante Einblicke in die Dreharbeiten zum Film. Dazu gibt es ergänzend mit dem Beitrag Das Rezept, die Zutaten, die Reise noch interessante Informationen zu den Figuren, den Requisiten und zum Setting im Film. Der Lust hat, kann dank dem Video Coconut Chicken ein Rezept aus dem Film nachkochen. Trailer zum Film wie auch eine Trailershow (und ein Wendecover) sind ebenfalls vorhanden.

Fazit:
„Madame Mallory und der Duft von Curry“ ist ein wunderbarer emotionaler Film, der zurecht das Prädikat „besonders wertvoll“ erhalten hat. Regisseur Lasse Hallström ist es erneut sehr gut gelungen, eine Geschichte über mehrere Ebenen mit Elementen des Dramas, der Romantik und auch der Komödie zu transportieren und die Romanvorlage wunderbar für die Leinwand zu adaptieren. 
Bewertung: (Schulnotenprinzip)
Story: 1-2
Bild: 1-2
Ton: 1-2
Ausstattung: 3+
Gesamt 2+
© Bildmaterial & Story Zusammenfassung Paramount

Testgeräte
TV: Samsung UE55F6500
Player: Sony BDP-S790
AV-Receiver: Denon AVR-1312
Lautsprecher: Front: Dali Zensor 5 & Dali Vocal / Rear: Dali Zensor 1

True Lies - Wahre Lügen / Noch nicht auf Blu-ray Disc veröffentlicht

Noch nicht auf Blu-ray veröffentlicht



True Lies - Wahre Lügen

Originaltitel: True Lies
Produktion:
U.S.A. 1994

Genre: Action
Regie: James Cameron
Schauspieler:
Arnold Schwarzenegger, Jamie Lee Curtis, Tom Arnold, Bill Paxton,
Charlton Heston, Tia Carrere, Art Malik, Eliza Dushku, Grant Heslov, Marshall Manesh, James Allen, Dieter Rauter

Altersfreigabe:
FSK ab 16 Jahren
Spielzeit: 135:03 Minuten bzw. 141 Minuten in 24p

Die Geschichte:
Harry Tasker ist für seine Frau und seine Tochter eigentlich nur ein ganz harmloser und langweiliger Computerverkäufer. In Wirklichkeit ist er aber ein Geheimagent der Bundesorganisation „Omega Sector“ und in viele gefährliche Aufträge verwickelt. Als Plötzlich seine Arbeit und sein Privatleben aufeinander treffen, muss er nicht nur eine Terroristenorganisation aufhalten, sondern zusätzlich noch seine Familie beschützen...

Hindergrund:
- James Cameron war nicht nur als Regisseur, sondern auch für u.a. das Drehbuch, den Schnitt und die Produktion verantwortlich.

- Bei näherer Betrachtung ist "True Lies" ein Remake der französischen Komödie "La Totale!". Schwarzenegger hat seinen Kumpel James Cameron zuvor auf den Film hingewiesen

- Eigentlich war sogar eine Fortsetzung ziemlich sicher geplant. Der Grund weswegen das Projekt nicht realisiert wurde: Schwarzenegger wurde Governeur von Kalifornien.

- Der Film erhielt 1995 sogar eine Oscar Nominierung für die Spezial Effekte!

- Jamie Lee Curtis führte den Helicopter Stunt selbst durch, nachdem sie James Cameron lange dazu überreden musste.

- Der Film kostete zitrka 110 Millionen US-$ und spielte etwa 379 Millionen US-$ weltweit wieder ein.


- Mittlerweile ist eine von James Cameron produzierte TV-Serie zu "True Lies", in Planung die auf dem Spielfilm basiert.


Bisherige Veröffentlichungen:
  • VHS
  • Laser Disc
  • DVD
VHS
Veröffentlichung: 05.12.1994

Bildformat: 2,35:1 (16:9 / PAL)
Tonformat: Dolby, HiFi Sound, PAL, Surround Sound

Bonusmaterial Trailer:
- A Good Man in Africa
- Hol die Mama aus dem Sarg
- The Killing Box

LaserDisc
Veröffentlichung: 1994 / 1996 Bildformat: 2,35:1 (16:9 / NTSC) CLV / CAV Tonformat: Deutsch Dolby Digital 5.1

Bonusmaterial Trailer:
True Lies Kinotrailer (1:38 Min.)

DVD

Veröffentlichung: 28.04.1999 / 19.04.2005
Bildformat: 2,35:1 (anamorph / 16:9)

Tonspuren: Deutsch in DTS 5.1, Deutsch und Englisch in Dolby Digital 5.1

Bonusmaterial
der Special Edition

  • Interviews [15:22 Min.]
  • Teaser Englisch [0:59 Min.]
  • Eindrücke von der Premiere [5:30 Min.]
  • TV-Spot [0:30 Min.]
  • Fotogalerie [10 Seiten]
  • Making of [22:38 Min.]
  • Produktionsnotizen
  • Trailer:
  • - Deutscher Trailer [1:27 Min.]
  • - Englischer Trailer [2:10 Min.]
  • Weitere Trailer:
  • - Terminator 2 
  • - Red Heat
  • - The Good Cop
  • - Million Dollar Baby
Angekündigt?
Weder in den U.S.A. noch in Europa ist der Film auf Blu-ray angekündigt.

Full-HD:
Scheinbar lief der Film in den U.S.A. mal im HDTV, was sich aber wohl als hochskalierte Version heraussstellte. Leider wurde der Film nicht zuvor auf HD-DVD veröffentlicht. Ein HD-Master soll bis dato auch noch nicht existieren.

Sonstige Info:
Von den Film existiert in Großbritannien eine längere Fassung mit Laufzeit 135:23 min. Hier gibt es nicht nur ein paar erweiterer sondern auch zusätzlich alternative Szenen.

Meine Meinung:
Für mich ist "True Lies" einer der 10 besten Arnold Schwarzenegger Filme überhaupt. Auch wenn dabei nicht nur die Action wie z.B. bei "Terminator 2", "Eraser", "Red Heat" oder "Running Man" im Vordergrund steht, sondern auch mal einige humorvolle Nuancen durchschimmern, habe ich mir den Film mit der Zeit ungelogen zirka 15 - 20 mal angeschaut. Für mich war der Film sowohl auf VHS, wie auch auf DVD sofort Kaufpflicht, und so wird es auch wieder bei der Blu-ray sein.

Fazit:
Momentan schaut es wohl sehr düster aus, was eine Blu-ray Veröffentlichung für "True Lies" betrifft. Allerdings kann man im Falle einer Produktion von einem sehr guten Bild ausgehen, wie man aus der Special Edition der DVD entnehmen kann. Ebenso ist massig Bonusmaterial enthalten, was man bei einer Auswertung mit ergänzen könnte und mit ein wenig Glück, würde sich auch James Cameron zu einem Audio Kommentar hinreißen lassen, wobei auch Bild in Bild Informationen, z.B. zu Drehorten, Special Effects oder ähnlichem, möglich wären.


© Bildmaterial & Story Zusammenfassung 20th Century Fox
 

Review: Star Trek: The Next Generation – Geheime Mission auf Celtris (Blu-ray)

Star Trek: The Next Generation – Geheime Mission auf Celtris (Blu-ray)

Seit geraumer Zeit veröffentlichen Paramount entsprechende Doppelfolgen als Einzeldisc, wobei diese dann zu einem zusammenhängenden Film zusammengeschnitten werden und somit als abendfüllender Film durchgehen. Grundsätzlich können sich also mitunter all diejenige, welche die kompletten Staffeln zu Star Trek: The Next Generation besitzen, diese Einzeltitel mitunter sparen. Im Falle von Geheime Mission auf Celtris Drei handelt es sich um eine Doppelfolge der Staffel 6, (die beiden ersten Folgen der dritten Disc), die aber wie schon gesagt auch als Einzeltitel / Spielfilm sehr gut funktioniert. Da ist Spannung von der ersten bis zur letzten Sekunde angesagt.

Story:
Die berühmte Doppelfolge – Nahtlos zu einer abendfüllenden Vorstellung vereint!
Die Spannung steigt, als der Angriff der Cardassianer droht. Picard, Dr. Crusher und Worf werden auf eine geheime Mission ausgesandt, um vermutete biologische Waffen zu finden und zu zerstören. Der eigensinnige Ersatzkapitän Edward Jellico ist gefühlskalt und fordernd – zum Leidwesen der verbleibenden Crew. Um an Informationen zu kommen, wird Picard von den Cardassianern gefangen genommen und gefoltert. Die Bestürzung der Crew schlägt in Wut und Widerstand um, da Jellicos Pläne keinerlei Rettung beinhalten. Mit wenigen Mitteln kämpft Picard verzweifelt darum, sein Seelenheil zu schützen ... und schließlich auch sein Leben.
Diese Doppelfolge ist grundsätzlich sehr interessant ausgefallen, da die geheime Mission von Picard, Worf und Dr. Crusher aufgrund des bevorstehenden Angriffs der Cardassianer die Situation im Raufschiff verändert. Denn mit dem Kommando des Ersatz  Captain Edward Jellico kommen nicht viele zurecht. Darüber hinaus wird durch einige tiefgreifende Szenen (Stichwort: Picard) sogar ein Tabu angesprochen und entsprechend altersgerecht aber nicht geschönt dargestellt.
Die schauspielerische Leistung von Patrick Stewart ("X-Men" Reihe) , Jonathan Frakes, LeVar Burton (Star Trek: Nemesis), Michael Dorn oder Gates McFadden (Jagd auf Roter Oktober) ist wie gewohnt sehr gut und überzeugend. Gerade Hauptdarsteller Stewart sticht mit seiner Darbietung in dieser speziellen Doppelfolge am deutlichsten heraus.

Das Bild:
Das Bild entspricht exakt dem der Veröffentlichung der kompletten Staffel. Das bedeutet, dass wie gewohnt die originalen Filmnegative mittels HD-Abtastung neu eingescannt wurden , wobei ebenso erneut sämtliche Effektszenen aus den einzelnen Elementen komplett neu zusammengestellt wurden. Entsprechend liegt ein starker HD Transfer, der kaum Wünsche offen lässt. Das wird auf den ersten Blick bereits deutlich. Doch nicht nur die überragende Schärfe und der hohe Detailgrad, sondern auch die natürlicheren und kräftigeren Farben lasen das schnell bemerkbar werden. Zwar sind hin und wieder ein paar weichere Abschnitte nicht von der Hand zu weisen, was aber so gut wie gar nicht negativ ins Gewicht fällt. Dafür sind die Farben natürlich und frisch bei ausgewogenem Kontrast und sattem Schwarzwert. Kompressionsspuren sind nicht aufgefallen.

Der Ton:
Der deutsche Ton liegt wie nicht anders zu erwarten leider nur in Dolby Digital Mono vor, während das englische Original in einer DTS-HD Master Audio 7.1 Abmischung auf die Scheibe gepackt wurde und das Nonplusultra darstellt. Wer des englischen gut mächtig ist sollte den O-Ton klar vorziehen, denn die Vorzüge der Synchronisation sind knapp ausgefallen.  Immerhin ist der deutsche Mix zweckdienlich und liefert bei ganz ordentlicher Dynamik eine klare und saubere Abmischung bei ausgewogener Balance und klaren Dialogen. Den Zweck der Dialogwiedergabe erfüllt es aber vollkommen.

Bonusmaterial:
Audiokommentar von Ronny Cox, Jonathan West und Mike & Denise Okuda, Episoden Promotions: Teil 1 und Teil 2, Das Privileg der Rangordnung: Making-of „Geheime Mission auf Celtris Drei” (HD), Entfernte Szenen (HD)

Neben einem Audiokommentar mit von Ronny Cox, Jonathan West und Mike & Denise Okuda gibt es dazu noch die entsprechenden Episoden Promotions zu Teil 1 und Teil 2, sowie das Making of Das Privileg der Rangordnung: Making-of "Geheime Mission auf Celtic Drei" (sogar in HD) sowie einige entfernte Szenen (HD). Die Amaray Hülle, befindet sich wie auch schon bei Der Kampf um das klingonische Reich oder Angriffsziel Erdein einem Pappschuber mit Klapp Element an der Fortseite, die wiederum sich in einem Klarsichtschuber befindet. Das Cover der Amaray enthält kein FSK Logo.

Fazit:
Mit "Star Trek: The Next Generation - Geheime Mission auf Celtris Drei" veröffentlicht Paramount eine weitere sehr spannende Doppelfolge, die in dem Fall der Spannung eines Films in nichts nachsteht. Somit ist diese Blu-ray nicht nur für Fans empfehlenswert, sondern auch für Anhänger des Science Fiction Genres.

Bewertung: (Schulnotenprinzip)
Story: 2
Bild: 1-2
Ton: 4
Ausstattung: 2-
Gesamt 2-3

© Bildmaterial & Story Zusammenfassung Paramount

Testgeräte
TV: Samsung UE55F6500
Player: Sony BDP-S790
AV-Receiver: Denon AVR-1312
Lautsprecher: Front: Dali Zensor 5 & Dali Vocal / Rear: Dali Zensor 1

Review: The Equalizer (Blu-ray)

The Equalizer (Blu-ray Review)

Filme mit einsamen Rächern, die es alleine mit einer überlegenen Anzahl an Gegnern aufnehmen, gibt es zuhauf und finden dabei immer ein dankbares Publikum. Gerade Film wie „The Crow“, die „Transporter“ Filmreihe, die „Bourne“ Filmreihe, die „96 Hours“ Reihe, „Phantom Kommando“ oder „Olympus Has Fallen“ zeigen dabei eindrucksvoll, dass diese Filme eine hohe Fanschar um sich sammeln konnten und auch finanziell sehr erfolgreich sein können. 

Die Story:
In "The Equalizer" spielt Denzel Washington McCall, einen ehemals verdeckt operierenden Agenten eines Spezialkommandos, der seinen Tod vorgetäuscht hat, um in Boston in Ruhe leben zu können. Als er eines Tages aus seinem selbstgewählten Ruhestand zurückkehrt, um ein junges Mädchen namens Teri (Chloë Grace Moretz) zu retten, steht er plötzlich ultragewalttätigen russischen Gangstern gegenüber. Während er sich an denen rächt, die sich brutal an Hilflosen vergreifen, erwacht McCalls Gerechtigkeitssinn zu neuem Leben. Wenn jemand ein Problem hat, sich die ganze Welt gegen ihn verschworen hat, und er sich an niemanden sonst wenden kann, wird McCall ihm helfen. Er ist der Equalizer. 

Regisseur Antoine Fuqua hat sich der 80er Jahre US-TV Serie „The Equalizer“ angenommen und seinen Hauptdarsteller aus „Training Day“ erneut für die Leinwandadaption verpflichtet. Schauspieler Denzel Washington („Flight“, „Philadelphia“) nimmt die Rolle des ehemaligen Agenten Robert McCall sehr gut an und füllt sie entsprechend mit all seinen feinen Charaktereigenschaften mit Leben. Seinen ausgeprägten hohen Sinn für Gerechtigkeit, seine stellenweise Pedanterie, seine genauen Planungen. Hervorragend wie der Charakterdarsteller das hinbekommt, dabei aber in seiner Rolle nachvollziehbar und glaubwürdig bleibt, auch wenn manche Szenen schon ein wenig übertrieben erscheinen. Schaut, aber dennoch irgendwie Oldschool und damit cool aus. Da ist auch die ein oder andere Unglaubwürdigkeit schnell verziehen. Im Übrigen hat man Marton Csokas („Königreich der Himmel“) als Antagonisten Teddy, den ehemaligen Speznas Agenten, wirklich sehr gut gewählt, da er einen sehr guten Kontrast zu Robert McCall darstellt.
Wobei ohnehin die Actionsequenzen sehr stark ausgefallen sind, zumal sich Robert McCall ohnehin als sehr kreativ in seiner Waffenwahl zeigt… mehr sei aber an dieser Stelle nicht verraten. „The Equalizer“ macht auf alle Fälle ordentlich Laune und ist dabei zu keiner Sekunde langweilig. Nun gut, manch einer wird dabei sicherlich die an und für sich sinnlose / überflüssige Gewalt kritisieren, aber wer auf oben genannte Filme steht, wird keineswegs enttäuscht werden und bekommt wirklich sehr gute Unterhaltung geboten.
Neben Denzel Washington und dem bereits erwähnten Marton Csokas sind in weiteren Rollen noch Chloë Grace Moretz („Let me in“), Bill Pullman („Independence Day“), Melissa Leo ‚(„The Fighter“) oder Vladimir Kulich („Der 13te Krieger“) zu sehen, die ihre Figuren ebenfalls wirklich sehr gut spielen. Allerdings wird schnell klar, dass der Fokus deutlich auf Denzel Washington respektive seiner Figur Robert McCall liegt, da er die meiste Screentime einnimmt und alle anderen tatsächlich nur als Nebendarsteller agieren und mitunter leider nur recht kurz zu sehen sind.

Bild:
Aufgenommen wurde mit digitalen Arri Alexa Kameras. Die Schärfe ist trotz der Tatsache, dass sehr viele Szenen in der Dunkelheit spielen, wirklich sehr gut ausgefallen und lässt nur sehr selten weichere Abschnitte erkennen. Der Detailgrad ist somit insgesamt sehr hoch ausgefallen. Doch auch die Farben punkten mit einer natürlichen Wiedergabe, wobei diese etwas kühl ausgefallen sind, was aber als Stilmittel sehr gut passt. Der Kontrast erscheint leicht erhöht, bringt aber aufgrund dessen keine Probleme mit sich. Der Schwarzwert ist ebenfalls sehr gut. Kompressionsspuren sind ebenfalls nicht aufgefallen. 


Ansichtsverhältnis: 2,40:1 
Video-Codec: MPEG-4/AVC


Ton:
Wow, der Ton hat es echt in sich. Dieser liegt in Deutsch in DTS HD Master Audio 5.1 und in Englisch sogar in DTS HD Master Audio 5.1 vor. Gerade was die Surroundeffekte und die kräftigen und tiefen Bässe lassen in jeder Actionszene aufhorchen. Wirklich bärenstark, was da wiedergegeben wird. Genau das, was man von einem Action Film erwartet. Dabei erweist sich die Abmischung als recht natürlich. Lediglich die Dynamik so wie auch die Balance könnten noch etwas ausgewogener erscheinen, aber abgesehen davon gibt es insgesamt betrachtet nicht wirklich viel zu beanstanden. 

Tonspuren: Deutsch DTS-HD MA 5.1 / Englisch DTS-HD MA 7.1

Ausstattung:

  • Rache Modus mit Denzel Washington und Antoine Fuqua
  • Sehen Sie The Equalizer durch die Augen von Robert McCall, während Denzel Washington und Regisseur Antoine Fuqua jeden tödlichen Angriff erklären
  • Denzel Washington: Ein ganz anderer Superheld
  • Die Entstehung von The Equalizer: Antoine Fuqua
  • Inside The Equalizer
  • Ein-Mann-Armee: Training und Kampftechnik
  • Fotogalerie 
Bonus Disc (nur Steelbook):
  • Drehgeheimnisse: The Equalizer
  • Specials: Im Baumarkt: Heimwerker-Waffen • Kinder der Nacht 
Beim Bonusmaterial hatte wohl jemand die Spendierhosen an. Gerade der Beitrag „Rache Modus mit Denzel Washington und Antoine Fuqua“ ist an dieser Stelle besonders empfehlenswert, da eine Menge an interessanten Informationen zum Film geliefert werden. Die weiteren enthaltenen Featurettes sind zwar da im Vergleich deutlich kürzer ausgefallen, bieten aber dennoch weitere interessante Einblicke zur Produktion.

Fazit:
„The Equalizer“ ist bereits jetzt eines der herausragenden Veröffentlichungen dieses Jahres und für Genre Fans ein Pflichtkauf. Der Action Thriller von Regisseur Antoine Fuqua bietet dabei durchweg gute Unterhaltung und hervorragend inszenierte Actionszenen. Dabei erwies er sich auch an den Kinokassen sehr erfolgreich und spielte bei einem Budget von 55 Millionen US-Dollar weltweit über 192 Millionen US-Dollar wieder ein. Kein Wunder also, dass bereits jetzt über eine Fortsetzung gesprochen wird. 


Bewertung: (Schulnotenprinzip)
Story: 1-2
Bild: 1-2
Ton: 1-2
Ausstattung: 2-
Gesamt 1-2

© Bildmaterial & Story Zusammenfassung Sony Pictures home Entertainment

Testgeräte
TV: Samsung UE55F6500
Player: Sony BDP-S790
AV-Receiver: Denon AVR-1312
Lautsprecher: Front: Dali Zensor 5 & Dali Vocal / Rear: Dali Zensor 1

Review: Maze Runner – Die Auserwählten im Labyrinth (Blu-ray)



Maze Runner  – Die Auserwählten im Labyrinth

Der 16-jährige Thomas (Dylan O’Brien) wacht auf einer Lichtung auf und kann sich an nichts mehr erinnern. Bald wird klar, dass dieser fremde Ort inmitten eines Labyrinths liegt, aus dem es kein Entkommen gibt. Doch Thomas ist nicht allein. Mit ihm sind viele andere im Labyrinth gefangen und auch sie haben ihr Gedächtnis verloren. Eines Tages kommt ein Mädchen neu auf die Lichtung: Teresa (Kaya Scodelario) – und sie soll die letzte Neue sein im Labyrinth. Gemeinsam versuchen die Jugendlichen, einen Weg in die Freiheit zu finden und das Geheimnis hinter dem unheimlichen Labyrinth zu lüften... 

Man merkt schnell wenn ein Filmgenre gut läuft, nämlich daran, wenn beim Erfolg eines bestimmten Pionier Titels, wie ich es jetzt mal nenne, entsprechende 'Nachahrmer' in die Kinos kommen. Im Falle von „Die Tribute von Panem“, welcher das Young-Adult-Action Genre begründete tritt nun „Maze Runner – Die Auserwählten im Labyrinth“ in die übergroße Fußstapfen, stellt sich dabei allerdings nicht einmal so schlecht an, eigene Wege zu beschreiten. Der Film basiert auf dem Buch „Die Auserwählten – Im Labyrinth“ von James Dashner und lässt sich im Grunde als Mischung aus „Die Tribute von Panem“ und „Herr der Fliegen“ (gleich 2 mal sehr gut verfilmt worden) zusammenfassen. Doch da ist doch noch etwas mehr in dieser Leinwandadaption. Regisseur Wes Ball, der eigentlich bislang beim Film für Graphiken und Visual Effects zuständig war und mit seinem Kurzfilm „Ruin“ (der übrigens beim Bonusmaterial mit dabei ist) bei den Produzenten für Eindruck schindete, erledigt sein Blockbuster Debut wirklich gut. So gut, dass bei einem Budget von 34 Millionen US-Dollar bei 340 Millionen US-Dollar Einspielergebnis über das 10-fache wieder eingespielt wurde. Das hat auch seinen Grund, denn die Erzählgeschwindigkeit ist sehr gut gewählt. Es gibt ca. 30 Minuten Einführung, in der die Figuren etwas näher eingeführt werden, man etwas über die Gesellschaft im Labyrinth erfährt und auch ein bisschen auf die Folter gespannt wird, was es wohl damit auf sich hat. Stückchen für Stückchen werden dabei kleine Happen dem Zuschauer vorgeworfen, welche die Spannung immer mehr erhöht. Immer mal wieder kleine Akzente die gesetzt werden und den Puls kurz nach oben schnellen lassen. Langeweile kommt so keine auf. Die meisten und vor allem wichtigsten Fragen wie etwa was sind die Griewer und wo kommen sie her, wieso hat man nicht versucht auf die Art und Weise aus dem Labyrinth zu entkommen und wofür ist das überhaupt da werden dabei allesamt im Film erklärt so dass eine in sich schlüssige Logik bleibt. Als einziger Spoiler, wenn man das so überhaupt bezeichnen kann ist, dass der Film mit einem gewaltigen Cliffhanger endet, denn eine Fortsetzung ist schon fest geplant und wird wohl unter dem Titel „Maze Runner – Die Außerwählten in der Brandwüste“ am 18. September 2015 bereits in die Kinos kommen.
Dylan O'Brien („Teenwolf“ Serie, „Prakti.com“), Aml Ameen („Der Butler“), Kaya Scodelario („Kampf der Titanen“, „Moon“), Thomas Brodie-Sangster („Eine zauberhafte Nanny“, „Tatsächlich … Liebe“), Will Poulter („Wir sind die Millers“) oder Patricia Clarkson („Shutter Island“, „Freunde mit gewissen Vorzügen“) spielen ihre Rollen allesamt gut und überzeugend. Poulter überzeugt dabei gut als Antagonist zu der Figur von O'Brien und erzeugt damit zusätzliche Dynamik in der Geschichte.

Das Bild (2,40:1) schaut bis auf minimale Ausnahmen wirklich hervorragend aus. Dabei ist es egal, welche Elemente man genauer unter die Lupe nimmt. Die Schärfe leistet sich so gut wie keine Patzer und bietet bis auf eine Handvoll weichere Abschnitte ein gestochen scharfes Bild, das kein Detail untergehen lässt. Die Farben sind ebenfalls sehr natürlich und kräftig, sind aber mit Filtern ein wenig, aber stimmig angepasst worden. Das alles erscheint bei ausgewogenem Kontrast, so dass ein kräftiger Schwarzwert geboten wird. Die Durchzeichnung ist ebenfalls makellos, so dass kein Detail im Dunkel oder hellen Flächen untergeht. Weitere Beanstanden gibt es nicht, denn Störungen wie Rauschen, Banding oder Kompressionsspuren sind nicht auffällig gewesen.   

Bildformat: 1920x1080p (2.40:1)
Video-Codec:  MPEG-4/AVC


Der Ton liegt zwar in Deutsch lediglich in DTS 5.1 vor, muss sich aber keineswegs hinter dem englischen Original verstecken. Tatsächlich ist dies eine der besten verlustbehaftet komprimierten Abmischungen, die ich jemals gehört habe. Es gibt nichts, und ich wiederhole, nichts was es zu beanstanden gäbe. Alles ist top. Das beginnt von der sehr umfangreichen und aktiven Surroundkulisse, die bei ausgezeichneter Direktionalität den Zuschauer inmitten das Geschehen holt und darüber hinaus dank einer umfangreichen Dynamik noch sehr natürlich klingt. Dazu kommt die ausgewogene Balance, welche sämtliche Elemente wie Effekte, Umgebungsgeräusche, Dialoge und den Score stets transparent wiedergibt. Und zu guter letzt sei da auch die Arbeit des Subwoofers nicht unerwähnt, denn hier werden sehr tiefe aber dennoch präzise und saubere Bässe geboten, die bis in den Tiefbass Bereich hineinreichen. Besser geht’s nicht! 

Sprachen: Deutsch DTS 5.1 / englisch DTS-HD MA 7.1 / Thailändisch DD 5.1
 

Untertitel: Deutsch, Englisch, Chinesisch (traditionell), Chinesisch (vereinfacht), Dänisch, Finnisch, Hindi, Indonesisch, Malaiisch, Norwegisch, Schwedisch, Thailändisch, Türkisch





  • Entfallene Szenen 
  • Die Entstehung des Films
  • Das Casting für die Rolle "Chuck"
  • Spaß am Set
  • Die visuellen Effekte
  • Kurzfilm "Ruin" von Wes Ball
  • Audiokommentar von Wes Ball und T.S. Nowlin
  • Bildergalerie
  • Trailer
Beim Bonusmaterial geht es ebenso toll weiter, denn hier werden dem interessierten Zuschauer eine Vielzahl an Extras geboten, die weniger gegenseitige Lobhudelei (die gibt es zwar auch aber im nachvollziehbaren und vertretbaren Rahmen) und dafür mehr interessante Fakten zu den Dreharbeiten und zum Film bieten. Neben dem Audiokommentar mit Wes Ball und T.S. Nowlin gibt es noch eine Menge Featurettes, die sich vor allem mit den Effekten im Film beschäftigen und viele Vergleiche zeigen. Ergänzend dazu sind noch einige entfernte Szenen, einen Beitrag zum Casting, den bereits erwähnten Kurzfilm "Ruin" von Wes Ball, ein Blooper Reel mit verpatzen Szenen sowie eine Bildergalerie und der Trailer zum Film geboten. 

„Maze Runner – Die Auserwählten im Labyrinth“ ist ein unterhaltsamer und vor allem spannender sowie durchaus eigenständiger Young-Adult-Action Film mit dystopischem Hintergrund. Wer auf Filme wie „Tribute von Panem“, „Die Bestimmung – Divergent“ oder „Seelen“ steht, sollte sich diesen Titel mal etwas genauer unter die Lupe nehmen.








Schauspieler: Aml Ameen, Blake Cooper, Chris Sheffield, Dylan O'Brien, Jacob Latimore, Joe Adler, Kaya Scodelario, Ki Hong Lee, Patricia Clarkson, Thomas Brodie-Sangster, Will Poulter 
Regisseur: Wes Ball

Musik: John Paesano
Kamera: Enrique Chediak  







Produktion: USA / 2014
Genre: Abenteuer, Action, Sci-Fi
Laufzeit: ca. 113 Minuten


Bewertung (Schulnotenprinzip):
Story: 2-
Bild: 1-
Ton: 1
Ausstattung: 2

Gesamt: 2+


 


© Bildmaterial & Story Zusammenfassung 20th Century Fox